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Heitere Abenteuer mit Katzen und Enkeln

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Zwei, die sich mögen: Gerda Berger und ihre Katze »Chichiba«. Über die Geschichten, die sie mit »Chichibas« Vorgängern und ihren Enkeln erlebt hat, berichtet die Inzellerin in ihrem Buch »Oma – Igga – die Schwarzen und die Roten«. (Foto: Hohler)

Inzell. »Hunde haben Herrchen – Katzen haben Personal« – wer Weisheiten wie diese kennt, wird seine Freude haben an den Geschichten, die die Inzellerin Gerda Berger zu einem Buch zusammengefasst hat. »Oma – Igga – die Schwarzen und die Roten« heißt das Kinderbuch für Kinder von drei bis sieben Jahre. »Durch die Beschreibungen der die Katzen umgebenden Natur – z. B. des Moores – hatte ich die Absicht, den Kindern die hiesige Tier- und Pflanzenwelt etwas näherzubringen«, schreibt sie selbst zur Erklärung.


Die 74-jährige Inzellerin liebt Katzen, seit sie denken kann. Als eines von sieben Kindern wuchs sie auf einem Inzeller Bauernhof auf. Und auch, wenn dort die Katzen eher draußen als treue Mäusefänger geschätzt, aber eher weniger beachtet wurden, so liebte Gerda sie trotzdem schon damals, besonders die roten. »Vielleicht, weil ich selber ein Löwe bin«, erklärt sie auf die Frage nach dem Ursprung ihrer Begeisterung für die kleinen Stubentiger. »Am meisten fasziniert mich die Eigensinnigkeit. Das sind die einzigen Viecher, die sich nicht dressieren lassen.«

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Eigene Katzen, die auch in die Wohnung durften, hatte Gerda Berger erst, als sie selbst schon verheiratet und Mutter war. Das, was sie mit ihnen erlebte, schrieb sie immer wieder einmal auf, später auch mit Hilfe ihrer Enkel. Es sind keine Sensationen, sondern ganz alltägliche, aber liebevoll betrachtete Geschichten von einem roten Angora-Kater, dem »schönen Roten«, seiner schwarzen Schwester, seiner ebenfalls schwarzen Mutter und seinem roten »Onkel«, dem »Angsthasen«.

Omas Haus auf dem Land hat Platz für alle. Die ganze große Familie, eine Schar Katzen und so mancher Gast aus Wald und Wiese üben sich im Zusammenleben unter einem Dach. Gleich, ob die kleine katzen-verrückte Enkelin »Igga« aus der Stadt zu Besuch kommt, turbulente Hundebekanntschaften mitten in das beschauliche Katzenleben platzen oder ob die Kater aus der Nachbarschaft bei Vollmond gemeinsam ein »Konzert« geben – wer jemals eine Katze hatte, wird sich an der einen oder anderen Stelle sicher wieder finden. Etwa hier: »Ja, ja«, sagt Oma, am besten wäre – oder am liebsten wäre euch natürlich – ihr fresst mein Essen und ich darf euer Katzenfutter essen – so weit kommt es noch, ihr fresst mir sowieso noch die Brotzeit vom Teller.«

Illustriert ist das Buch mit bunten Zeichnungen von Theresa Maier, einem Spross aus dem Forsthaus Adlgaß. Theresa besucht in München die Fachoberschule für kreatives Gestalten und hat die Szenen nach Ideen von Gerda Berger in bunte Bilder umgesetzt. Erhältlich ist das 68 Seiten starke Buch, erschienen im Verlag united p. c. mit der ISBN 978-3-85438-613-1 im örtlichen Buchhandel. coho