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Heimbucher und Sengl zu Sprechern gewählt

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Die gewählte Vorstandschaft des Ortsverbandes Chiemsee-Ost von Bündnis 90/Die Grünen: Vorstandssprecher Thomas Heimbucher (von links), Beisitzer Bernhard Hecht, Vorstandssprecherin Gisela Sengl, Kassier Willem Tette und Schriftführerin Traudi Kraus.

Chieming. Bei der Jahreshauptversammlung des Ortsverbandes Chiemsee-Ost von Bündnis 90/Die Grünen im Gasthof Oberwirt sind Thomas Heimbucher und Gisela Sengl einvernehmlich zu Vorstandssprechern gewählt worden. Kassier ist Willem Tette und Schriftführerin ist Traudi Kraus. Das Amt des Beisitzers hat Bernhard Hecht inne.


Gisela Sengl ging im Rückblick auf die Aktivitäten ein. Sie gab bekannt, dass der Ortsverband die Gemeindebereiche Grabenstätt, Nußdorf, Chieming, Seebruck und Seeon umfasst. Sie berichtete zudem von der Radtour zum internationalen Jahr des Waldes, sprach über den Besuch beim Waldkindergarten in Hart, erwähnte den Vortrag des Grünen-Referenten Dieter Gewies und erinnerte an seine Kernaussage, dass es ein lebendiges Dorf auch ohne Discounter gebe.

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Weiter erwähnte sie die Diskussion zum Leben im Alter im Chieminger Gemeindebereich, über alternative Energien und ging auch auf die Debatte um den neuen McDonald's in Grabenstätt ein. »Wir haben uns auch mit dem geplanten Radweg von Sondermoning nach Matzing befasst und mit Anliegern darüber gesprochen«, sagte sie. Sengl erinnerte noch an die zwei Ausgaben der Bürgerzeitung im vergangenen Jahr. Sie kündigte eine dritte Ausgabe an.

Mitglied Sebastian Heller erwähnte das Bestreben der Grünen auf baldige Durchführung einer Bürgerkonferenz zum Leben im Alter im Chieminger Gemeindebereich. Elisabeth Heimbucher meinte, hier könnte das Engagement der Gemeinde mit Bürgermeister Benno Graf wesentlich mehr sein.

Siegfried Engl, Vorsitzender des Zweckverbandes der Wasserversorgung der Harter Gruppe, referierte über die Konzessionsrichtlinien zur Ausschreibung der Wasserversorgung, die die EU zur kommerziellen Handelsware machen möchte. Dieser Linie folgend weigert sich laut Engl und Heller Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP), die Trinkversorgung als ausschließliche Aufgabe der öffentlichen Hand im Landesentwicklungsplan (LEP) festzuschreiben, obwohl die bayerischen Gemeinden dies vehement fordern. Die Gemeinden sehen das Wasser als generelles Menschenrecht, wurde gesagt. Weiter hieß es, um der Gefährdung für die kommunale Wasserversorgung entgegen zu treten, laufe derzeit die Eintragung für einen europäischen Volksentscheid. Alle waren sich einig, eine Kommerzialisierung des Wassers dürfe es nicht geben.

Hans Dandl sagte, man müsste mit großer Entschiedenheit an alle Politiker einen Appell richten, die Privatisierung von Wasser zu verhindern, denn Wasser ist ein Grundrecht aller Menschen und muss in öffentlicher Hand bleiben. Elisabeth Heimbucher sprach sich für eine Besichtigung der Wasserversorgung der Harter Gruppe aus. Sie regte als Termin Donnerstag, 18.  April, an. OH