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Georgiritt als »beeindruckendes Bekenntnis zu Glaube, Heimat und Brauchtum« gewürdigt

Heimatpreis für St.-Georgs-Verein

Foto: Symbolbild - FDLnews - Hans Lamminger

Traunstein – Der St.-Georgs-Verein Traunstein hat wieder einmal den Lohn für seine Engagement erhalten: Er ist mit dem Heimatpreis Oberbayern ausgezeichnet worden. Eine Delegation aus Traunstein mit dem Vorsitzenden Albert Schmied an der Spitze nahm die Auszeichnung in Form eines weißen Porzellan-Löwen bei einer Feierstunde am Donnerstagabend in der Stadthalle in Weilheim aus den Händen von Heimat- und Finanzminister Albert Füracker entgegen.


Der St.-Georgs-Verein führt jährlich am Ostermontag in Traunstein den Georgiritt, einen der größten und traditionsreichsten Pferdewallfahrten in Bayern, durch. In den vergangenen Jahren hat der Verein dafür viel Würdigung erfahren: Der Georgiritt und der historische Schwerttanz sind 2016 zuerst in das Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes, später auch noch in das Bundesverzeichnis aufgenommen worden.

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Und jetzt stand die nächste Auszeichnung auf dem Programm. »Heute ehren wir Menschen, die sich in Oberbayern um unsere Lebensart verdient gemacht haben. Sie setzen sich mit Verantwortungsbewusstsein, Leidenschaft und Kreativität für den Erhalt unserer Traditionen ein und sorgen dafür, dass diese zukünftigen Generationen weitergegeben werden«, stellte Heimatminister Füracker bei der Verleihung fest. Bayern sei mit seiner Natur, seiner Kultur und seinen Traditionen auf der ganzen Welt berühmt und schon fast zu einem Synonym für Heimat geworden.

Brauchtum als Bestandteil des Lebensgefühls

»Das Wohlfühlland Bayern zeichnet sich durch seine hohe Lebensqualität aus. Heimat bedeutet mehr als die Schaffung von wirtschaftlich perfekten Rahmenbedingungen. Erst durch gemeinsame Traditionen entsteht Zusammengehörigkeit. In Bayern ist besonders das Brauchtum fester Bestandteil des einzigartigen Lebensgefühls«, heißt es in einer Pressemitteilung zur Preisverleihung.

Der im Jahr 1891 gegründete St.-Georgs-Verein trägt zum Erhalt und zur Pflege des alljährlich am Ostermontag stattfindenden Georgiritts nach Ettendorf bei. Dieser wurde erstmals 1762 urkundlich erwähnt. »Der Traunsteiner Georgirtt zählt zu den schönsten Umritten Altbayerns«, hieß es in der Würdigung. Die traditionsreiche Veranstaltung sei ein beeindruckendes Bekenntnis zu Glaube, Heimat und Brauchtum. Abschluss und Höhepunkt des Ritts ist seit 1926 die Aufführung des historischen Schwertertanzes auf dem Stadtplatz.

Den Heimatpreis Oberbayern erhielten bei der Feierstunde in der Stadthalle in Weilheim außerdem das Bauernhofmuseum Jexhof, der Burschenverein Putzbrunn, die Fingerhakler Gau Auerberg, der Holzhacker- und Flößerverein 1865 Lenggries, der Verein der Werdenfelser Bergschafzüchter und die Weilheimer Goaßlschnalzer. fb