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Heimatbühne begeisterte mit Einaktern

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Der Knecht (Thomas Bauer, von links) wird von der Bäuerin (Evi Bauer) nicht erkannt. Das freut das Reserl (Vroni Hilz). (Foto: T. Eder)

Staudach-Egerndach – Mit zwei Einaktern spielte sich die Staudach-Egerndacher Heimatbühne im Gasthof Mühlwinkl in die Herzen der vielen Zuschauer. Die belohnten die Darsteller mit viel Applaus.


Zunächst hatte der Nachwuchs das Sagen. 14 quirlige, begeisterte Spieler kamen auf die Theaterbühne und spielten eine Szene aus ihrem Erfahrungsschatz. In »Bio 6« von Karl Panzenbeck präsentierten die jungen Darsteller eine Biologieunterrichtsstunde, so wie sie sich keine Lehrkraft wünschen würde. Da wurde Karten gespielt, geratscht, ins Handy geschaut, gelästert und die Lehrerin geärgert. Von der »Gans«, die eigentlich als Unterrichtsthema behandelt werden sollte, hatten die Jugendlichen keine Ahnung. Dafür waren sie aber textsicher und spielten gekonnt ihre Rollen.

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Die lustigen Dialoge wurden mit viel Applaus bedacht. Deutlich war den jungen Akteuren auch ihre Freude am Spiel anzusehen. Geleitet wurden die jungen Spieler von Anita Huber, Elisabeth Schmid und Maria Lessing.

Einen lustigen Einakter hatten sich die Erwachsenen mit »D' Generalprobe« von Josef Zeitler ausgesucht. Die Radlböcking (Evi Bauer) meint, für ihre Tochter den richtigen Hochzeiter gefunden zu haben – und zwar den Sohn des reichen Aignerbauern (Sebastian Gehmacher) aus dem Nachbardorf. Doch das Reserl (Vroni Hilz) hat ihre Wahl bereits getroffen. Zu Hilfe kommt ihr Knecht Loisl (Thomas Bauer). Zunächst muss Loisl aber zur Generalprobe, denn im Theater soll er eine alte Frau spielen. Reserl und ihre Freundin Katherl (Sabrina Rudolf) helfen dem Knecht, sich für die Rolle zu verkleiden.

Unerwartet und plötzlich kommt der Aignerbauer (Fabian Merkl) mit seinem Sohn, um die Schwiegertochter und vor allem den Hof kennenzulernen. Da beginnt das Verwirrspiel und gipfelt, als die Radlböcking auf ihre Erzfeindin und Nachbarin, die Huberbäuerin (Theresa Guggenbichler), trifft. Letztlich bekommt aber jeder, was er verdient, und alles löst sich in Wohlgefallen auf.

Turbulent, rasant und spannend wurde der Einakter erzählt. Die Akteure faszinierten mit ihrem Spielstil und ihrem Witz. Über Szenenapplaus und ausgiebiges Lachen der Zuschauer durften sich die Akteure ebenfalls freuen.

Simon Kalweit, Vorsitzender des Theatervereins, und sein Stellvertreter Stefan Lentner kündigten an, dass die beiden Einakter am 29. Dezember um 20 Uhr ein weiteres Mal zur Aufführung kommen. Zudem verwiesen sie auf einen weiteren Höhepunkt im kommenden Jahr: Beim Starkbierfest am 1. April wird das Theaterstück erneut zu sehen sein und neben der Fastenrede zur Belustigung beitragen. tb