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Haushalte verbrauchen viel Energie für Heizung

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Schleching. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurden die Ergebnisse des Energiekonzeptes für das Achental und die Gemeinde Schleching vorgestellt. Ausgearbeitet wurde der Plan vom Büro ecb (Energie Concept Bayern) und vorgestellt in der Sitzung von Tiemo Wennrich.


In der Energiebilanz (Zahlen aus dem Jahr 2011) wurde nach Strom und nach Wärme gegliedert. Die Wärme macht einen Anteil von 85,6 Prozent und der Strom von 14,4 Prozent aus. Der Anteil von erneuerbaren Energien für die Wärme liegt in Schleching bei 16,3 Prozent, der Bundesdurchschnitt bei 10,4 Prozent. Ein Grund für den erhöhten Wärmebedarf könnten auch die relativ alten Gebäude und Heizungen in Schleching sein, meinte Tiemo Wennrich.

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28 Prozent der Ölheizungen in Schleching stammen aus der Zeit vor 1990. Hier wären der Austausch der Umwälzpumpen plus ein hydraulischer Abgleich schon ein erster Schritt zur Einsparung. Sammelbestellungen könnten einen günstigen Preis ermöglichen; auch Fördermöglichkeiten könnte man ausschöpfen. Die Absenkung der Raumtemperatur um ein Grad Celsius bewirke sechs Prozent Heizenergieeinsparung.

Anteil der Wasserkraft liegt bei 45,2 Prozent

Erfreulich sei in der Gemeinde die Energiebilanz im Bereich Strom. Der Anteil der Wasserkraft liege bei 45,2 Prozent, Photovoltaik bei 6,9 Prozent. In Schleching beträgt der Anteil von Strom aus erneuerbarer Energie 52,1 Prozent; im Vergleich dazu im Achental 30,8 Prozent und in Deutschland 22 Prozent. Die Energieeffizienz könne man laut Wennrich mit einem »Weg der kleinen Schritte« verbessern.

Dem stimmte Bürgermeister Josef Loferer voll zu und meinte, dass man sich bei dem Thema auf keinen Fall zurücklehnen dürfe.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt betraf die Errichtung einer Basisstation für den Digitalfunk der BOS Bayern. Die drei Buchstaben bezeichnen den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Wie immer bei diesem Thema gingen die Meinungen auseinander über den Sinn und Zweck und die inzwischen vielleicht schon überholte Technik.

Bürgermeister Josef Loferer wies darauf hin, dass man viele Möglichkeiten durchgespielt habe. Nach einem Gutachten habe man sich in der Gemeinderatssitzung im September für den für die Bevölkerung sichersten Standort entschieden. Der 40 Meter hohe Mast steht im Bergwald im Bereich Höhenstein. Drei Gemeinderatsmitglieder stimmten dem Beschluss nicht zu.

Mit der Planung für eine Fußgängerbrücke über den Alpbach kann nun begonnen werden. Schon in der Bürgersammlung wurde das Thema angesprochen und es wurde angeregt, dass der schöne Weg entlang des renaturierten Alpbachabschnittes keine Sackgasse bleiben soll.

Einig war sich der Gemeinderat in dieser Sitzung, dass der öffentliche Personennahverkehr dringend verbessert werden müsste. Das gelte insbesondere mit Blick auf den Tourismus. An den Wochenenden sei zum Beispiel das Angebot für Bergwanderer, die auf den Geigelstein wollen, mit zwei Verbindungen, noch dazu »zu unpassenden Zeiten«, wie es hieß, unbefriedigend.

Stündliche Busverbindungen

Der Gemeinderat begrüßte daher die im ÖPNV-Konzept formulierten Ziele mit einem möglichst guten Dienstleistungsangebot. Konkret würde das für Schleching bedeuten, dass an Werktagen von etwa 7 bis circa 18 Uhr eine stündliche Busverbindung eingerichtet wird und an den Wochenenden mindestens eine Verbindung morgens, mittags und abends. wun