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Haushalt in Reit im Winkl entwickelte sich positiv

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Reit im Winkl. Mehr als 1,13 Millionen Euro kann die Gemeinde heuer vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt überführen. Das sind dank höherer Einnahmen um 201 000 Euro mehr als geplant. Im Stammhaushalt war noch vorgesehen, zur Finanzierung des Haushaltes knapp 25 000 Euro aus den Rücklagen zu entnehmen, doch auch diese Prognose hat sich zugunsten der Gemeinde anders entwickelt: Um 278 000 Euro stiegen stattdessen die Rücklagen an.


Das sind die Kernaussagen des Nachtragshaushaltes, den der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung kurz diskutierte und schließlich einstimmig beschloss. Notwendig geworden war diese Korrektur, da sich etliche Positionen im umfangreichen Zahlenwerk deutlich verschoben hatten.

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Diese Änderungen stellte Bürgermeister Josef Heigenhauser den Gemeinderäten ausführlich vor. Zu den wichtigsten Verschiebungen zählte bei den Einnahmen im Verwaltungshaushalt der Anstieg des Fremdenverkehrsbeitrages um 105 000 auf 690 000 Euro sowie ein Plus von 250 000 Euro bei der Gewerbesteuer auf 650 000 Euro. Aber auch die Schlüsselzuweisung des Freistaats (ein Anstieg um 86 000 auf 661 000 Euro) wie auch der Zweitwohnungssteuer (plus 55 000 Euro auf 250 000) trugen wesentlich zur positiven Gesamtbilanz bei.

Größere Veränderungen gab es auch bei den Ausgaben: So musste man 35 000 Euro mehr für den Winterdienst ausgeben, Ausbesserungsarbeiten bei Gemeindestraßen kosteten um 45 000 Euro mehr als prognostiziert und statt 35 000 gab man für den Unterhalt der Wanderwege 60 000 Euro aus. Neben vielen kleineren Verschiebungen bilanzierte Heigenhauser das Gesamtvolumen des Verwaltungshaushaltes auf knapp 8,94 Millionen Euro, die Summe des Vermögenshaushaltes schließlich mit 2,088 Millionen Euro.

Angesichts der positiven Bilanz regte der Vorsitzende des Finanzausschusses, Wolfgang Hechtl (Neue Liste) an, den Fremdenverkehrsbeitrag weiter zu senken. Darüber zu sprechen sei Angelegenheit der bevorstehenden Sitzung des Finanzausschusses, so Heigenhauser, warnte aber vor zu »großen Sprüngen«.

Zur Kenntnis nahm der Gemeinderat ferner die Prüfung der Jahresrechnung für 2011, die keine Beanstandung brachte. Erläutert wurden vier Fälle, bei denen die Abweichung der tatsächlichen von den geplanten Ausgaben höher als 10 000 Euro war. Dabei ging es um die Heizkosten für das Hallenbad (statt 55 000 Euro 81 000 Euro), Reparaturen an Fahrzeugen, die auf der Winklmoosalm eingesetzt werden, hatten 22 700 statt 12 000 Euro gekostet, die Sanierung eines Grundstücks in der Loferau schlug mit 277 000 Euro statt veranschlagter 215 000 zu Buche und für Tilgungen konnten 285 000 Euro ausgegeben werden, hier waren 270 000 geplant. ost