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Haus mit 18 Appartements für Hotelmitarbeiter

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Auf diesem Gebiet sollen zwei Wohngebäude für Mitarbeiter des Hotels Gut Steinbach gebaut werden. Der Gemeinderat änderte deshalb den Flächennutzungs- und den Bebauungsplan. (Foto: Hauser)

Reit im Winkl – Am Fuß des Hanges, der die Wohnbebauung am Steinbachweg von dem auf dem Hochplateau liegenden Hotel Gut Steinbach trennt, sollen zwei Wohngebäude mit 18 Appartements für Mitarbeiter des Hotels gebaut werden. Hierzu werden der Flächennutzungsplan und der Bebauungsplan »Am Steinbachweg« geändert. Der Gemeinderat beschloss die hierfür notwendigen Verfahrensschritte.


Dazu nahm er zu den eingegangenen Einwendungen im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung Stellung. Nach Auskunft der Regierung von Oberbayern als Höhere Landesplanungsbehörde stehen sowohl die Änderung des Flächennutzungsplans als auch die Änderung des Bebauungsplans den Erfordernissen der Raumordnung grundsätzlich nicht entgegen. Den Belangen von Natur und Landschaft sei durch enge Abstimmung mit der Unteren Bauaufsichts- und der Unteren Naturschutzbehörde Rechnung zu tragen. Aufgrund der Lage östlich des Steinbachs sowie südlich der Lofer bat die Regierung um eine enge Abstimmung der Planung mit dem Wasserwirtschaftsamt.

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Aufgrund der Stellungnahme des Landratsamts als Untere Bauaufsichtsbehörde beschloss der Gemeinderat, im Bebauungsplan das festgesetzte Maß der Nutzung anzupassen. Außerdem wurde die Regelung der Abstandsflächen wie vorgeschlagen neu formuliert.

Die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamts lehnt eine Bebauung an diesem Standort ab mit der Begründung, dass dort gefährdete Pflanzenarten vorkommen. Die Gemeindeverwaltung ist aber nach Auskunft von Bürgermeister Josef Heigenhauser der Ansicht, dass im Rahmen der Bebauungsplanung Teilflächen erhalten bleiben können. Der Gemeinderat sah eine Ände-rung des Flächennutzungsplans nicht veranlasst. Bezüglich des Bebauungsplans wird noch eine artenschutzrechtliche Prüfung in Auftrag gegeben. Entsprechend den dabei herauskommenden Ergebnissen wird der Umweltbericht im Kapitel »Schutzgut Pflanzen und Tiere« fortgeschrieben, und gegebenenfalls werden erforderliche Festsetzungen zum Artenschutz im Bebauungsplanentwurf aufgenommen.

Aufgrund der Stellungnahme des Wasserwirtschaftsamtes hinsichtlich einer Gefährdung durch den Großsteinbach beschloss der Gemeinderat, die Untersuchungsergebnisse eines hydraulischen Gutachtens zur Hochwassersituation in der Begründung mit Umweltbericht zum Flächennutzungsplan- und zum Bebauungsplanentwurf zu ergänzen. Dies gilt auch in Bezug auf die Erkenntnisse hinsichtlich der Möglichkeit einer Hangrutschung. sh