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Hauptziel: Gemeinsame Politik mit den Bürgern

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Übersee. Im Mittelpunkt der gemeinsamen Wahlveranstaltung von Grünen, Bayernpartei, SPD und der AdfÜ (Aktive Demokratie für Übersee) stand der Bürgermeisterkandidat Anton Stefanutti (Bündnis 90/Die Grünen). Eigentlich amtsmüde nach 24 Jahren Gemeinderat habe ihn die Welle der Bürgerproteste erfasst und mitgerissen. Und das machte er auch zum Thema seines gut einstündigen Redebeitrags im Wirtshaus D’Feldwies.


Der 63-jährige Bürgermeisterkandidat blickte auf 24 Jahre Gemeindepolitik zurück und sprach von einem Abstieg in Sachen demokratischer Zusammenarbeit in den letzten sechs Jahren. Zugespitzt habe sich das mit dem Thema um die Bebauung der Feldwieser Bucht, wobei er hierauf noch einmal genauer einging und deutliche Kritik am amtierenden Bürgermeister Marc Nitschke äußerte.

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»Die Kultur im Gemeinderat könnt ihr nur mit dem Kugelschreiber am Wahltag ändern, sonst ändert sich nichts!« so sein Fazit. Aus seinen Gedanken formulierte Stefanutti seine Ziele: Dem Bürger gegenüber allzeit offen sein, ihn in alle wichtigen Entscheidungen einbeziehen – und zwar in einer auch für Laien verständlichen Art; komplizierte und große Planungen künftig anhand von Modellen verdeutlichen; nachvollziehbare demokratische Diskussionen im Gemeinderat, um den Bürgerwillen zu repräsentieren.

Als Hauptziel nannte Stefanutti eine gemeinsame Politik mit dem Bürger – transparent und offen zum Wohle Übersees. Als Einzelziele sieht er die Stärkung des Tourismus mit dem Schwerpunkt auf die kleinen Vermieter. Ein Ortsentwicklungskonzept soll künftigen Bauvorhaben einen verlässlichen Rahmen bieten, weg von einer »Zersiedelung der Gemeinde«. Überseer Senioren sollen im Ort bleiben. Stefanutti will deshalb die Seniorenheimpläne aufgreifen. Eine Privatschule könnte künftig Übersee als Schulstandort erhalten.

Neben Stefanutti sprachen Volker Eidner (SPD), Christian Huber (AdfÜ), Wolfgang Hofmann (BP) und Margarete Winnicher (Grünen) für ihre Parteien. Deutlich wurde darin bei allen, wie enttäuscht sie offensichtlich über das Demokratieverständnis in Übersee sind. Deshalb möchte die Allianz das in der Zukunft verbessern.

Zur Auflockerung des Abends trug die Musik der Chiemsee-Dixies bei, die die Zuhörer zwischen den Reden immer wieder verschnaufen ließ. lukk