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Hauptskiabfahrt bleibt erhalten

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Schleching – Das Pachtverhältnis der Gemeinde Schleching für die ehemalige Hauptskiabfahrt war Thema der jüngsten Gemeinderatssitzung. Die Laufzeit betrug bisher immer fünf Jahre und würde im Jahr 2017 auslaufen. Die Gemeinde unterhält diese Verträge mit dem Forst sowie verschiedenen Grundstückseigentümern. Die Pachthöhe beträgt jährlich rund 2370 Euro.


Bisher wurden die Verträge immer verlängert, da bei einer Kündigung auf den Flächen des Forstes mit einer Aufforstung zu rechnen wäre und damit die Möglichkeit einer Touren-Abfahrt verloren gehen würde. In der Diskussion über diesen Tagesordnungspunkt sprachen sich Remigius Bauer und Andi Hell für eine Verlängerung aus, da diese Abfahrt gut in das Konzept des »Bergsteigerdorfes« passt. Die Abfahrt kann nur von den Skitourengehern genutzt werden und ist in dieser Form einmalig im Chiemgau, wie Bauer bemerkte. So wurde beschlossen, die Pachtverträge für die Hauptskiabfahrt um weitere fünf Jahre zu verlängern.

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Hochwasserdurchlässe an B 307 gefordert

Schlechinger Bürger hatten sich im Sommer an die Gemeinde gewandt mit der Aufforderung, für den Bau von drei weiteren Durchlässen an der Bundesstraße 307 zwischen der Einfahrt Ettenhausen und der Wagrainer Straße zu sorgen, um im Fall eines Hochwassers Entlastung für dieses Gebiet zu bekommen.

Bürgermeister Josef Loferer hatte sich zu diesem Thema mit Mitarbeitern des Wasserwirtschaftsamts und des Staatlichen Bauamts zur Erörterung getroffen mit dem Ergebnis, dass das Straßenbauamt und das Wasserwirtschaftsamt keine Veranlassung sehen, die Durchlässe zu errichten. Der Gemeinde wurde abgeraten, das Vorhaben in eigener Regie weiter zu verfolgen. Es müsse erst ein Nachweis erbracht werden, dass die geplante Maßnahme auch tatsächlich eine Verbesserung bringen würde.

Das im August beschlossene Gutachten der Firma Aquasoli lag nun vor. Es sagt aus, dass die Durchlässe im Lastfall HQ 100 den oberstromigen Wasserspiegel um maximal fünf Zentimeter absenken würden. Damit sei der geforderte Nachweis einer tatsächlichen Verbesserung nicht erbracht, hieß es. Somit könne das Vorhaben angesichts dieser Sach- und Rechtslage nicht in Eigenregie der Gemeinde realisiert werden.

Elfi Bachmann, die diesmal die Sitzung wegen Verhinderung von Bürgermeisters Josef Loferer leitete, verwies auf die letzte Sitzung, in der die Hochwasser-Problematik bei den Wildbächen besprochen wurde. Eine Prioritätensetzung solle vom Wasserwirtschaftsamt erfolgen.

Nach dem Hochwasser 2013 wurde im Zuge der Dorferneuerung auch die Berme (ein flacher Streifen an einer Böschung) an der Tiroler Achen in nördliche und südliche Richtung ab der Brücke in Unterwössen gebaut beziehungsweise wieder hergestellt. Jetzt ist über das Amt für Ländliche Entwicklung ein Antrag von Anliegern eingegangen, der die Sperrung der Berme für den Kraftfahrzeugverkehr beinhaltet.

Grund für den Antrag ist, dass die Bermen sehr stark von Besuchern genutzt und beparkt werden. Das Amt für Ländliche Entwicklung und das Wasserwirtschaftsamt Traunstein befürworten eine Sperrung, soweit der land-, forst-, und wasserwirtschaftliche Verkehr von der Sperrung ausgenommen wird. Das hat der Gemeinderat bei seinem Beschluss für die Sperrung berücksichtigt.

Gemeinderat hat die Rückendeckung der Bürger

Am Ende des öffentlichen Teils der Gemeinderatssitzung äußerte sich Andi Hell zu der jüngsten Bürgerversammlung mit dem Thema »Bergsteigerdorf«. Er berichtete, dass er jetzt seit 26 Jahren im Gemeinderat ist und sich von Anfang an für den Naturschutz und naturverträglichen Tourismus mit allen aufgelegten Verpflichtungen engagiert hat. Jetzt sehe er, dass der Rat die Rückendeckung der Bürger der Gemeinde hat.

Er sprach auch seinen Respekt für den neu gegründeten Arbeitskreis »Bergsteigerdorf« und den Vortrag von Remigius Bauer aus. Aber er mahnte an, dass es mit dem Erhalt des Siegels nicht getan sei. Für die Umsetzung der Ziele müsse noch viel gearbeitet werden. Elfi Bachmann pflichtete ihm bei und meinte, dass die Ziele Zug um Zug verwirklicht werden müssten. wun