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Harter Todeskampf: Hund reißt Reh in der Kendlmühlfilzn

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Foto: dpa/Holger Hollemann

Grassau – Ein schreckliches Bild bot sich Jäger Matthias Aigner in der Kendlmühlfilzn, am Beginn des Ewigkeitsweges: Dort fand er eine gerissene Rehgeiß, die wahrscheinlich einen harten Todeskampf durchleben musste.


Das Tier war eindeutig von einem Hund gerissen worden. »Entsetzlich wie das arme Tier zugerichtet war«, sagt der Jäger. Leider sei das kein Einzelfall und immer wieder würden Rehe gefunden, die durch Hunde elendig zu Tode gekommen sind. Aigner, übrigens ein Hundefreund, appelliert an alle Hundebesitzer, ihre Hunde im Bereich der Filzen und auch am Waldrand und im Wald nicht von der Leine zu lassen. Der Jagdtrieb stecke in jedem Hund und Rehe seien Fluchttiere, was den Hund zusätzlich zur Jagd animiert.

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Außer Sichtweite kann das Herrchen auch das Tun seines Hundes nicht mehr kontrollieren. Auch in Wiesen an Waldrandgebieten sollten Hunde derzeit angeleint bleiben. Rehe verstecken ihre Kitze im hohen Gras. Wittert ein Reh aber auch nur in der Nähe ihres Kitzes Hundegeruch, geht es lange Zeit oder gar nicht mehr zu seinem Nachwuchs und die Kitze leiden Hunger oder gehen ein.

Aigner meint, dass alle Hundebesitzer schließlich Tierfreunde sind und diese Tierliebe sich auch auf die Wildtiere erstrecken sollte. Dem Hund fehle die Vernunft, dem Hundebesitzer hoffentlich nicht. Mit diesem Appell möchte der Jäger weitere dieser unschönen Funde verhindern, zumal auch nicht sicher ist, ob diese Geiß nicht selbst irgendwo ein Kitz versteckt hatte. Außerdem bestehe im Filzenbereich Leinenzwang. tb