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Harmonisch und wohlklingend

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Ein wunderschönes Duett sangen Antonia Steinbacher (links) und Sarah Knäusl beim Konzert des Schulchors am Staatlichen Landschulheim Marquartstein. (Foto: Giesen)

Marquartstein. Ein Chorkonzert, das etwa zur Hälfte aus wunderschönen alten deutschen Volksliedern bestand, gab der Schulchor des Landschulheims Marquartstein im gut besuchten Festsaal der Schule. Schüler von der fünften Klasse bis zur Q11, der sogenannten Qualifikationsstufe, wirkten mit, dazu etwa ein Viertel »ältere Semester« wie Lehrer und andere Angehörige der Schule. »Wach auf meins Herzens Schöne«, »In einem kühlen Grunde« oder »Ich hab die Nacht geträumet« erklangen unter der bewährten Leitung von Dagobert Müller klar, harmonisch und gut artikuliert, sodass auch die Texte zu verstehen waren. Während des ganzen Abends sang der Chor zum größten Teil A-capella, also ohne instrumentale Begleitung, was nur durch intensive Probenarbeit, zum Beispiel im alljährlichen Chorlager, möglich ist. Als erste Solisten sangen Sarah Knäusl und Antonia Steinbacher aus der Q11 mit wunderschönen klaren Sopranstimmen zwei französische Lieder aus »Die Kinder des Herrn Matthieu«.


Weiterer Solist im ersten Teil war Andreas Plank, der Franz Schuberts Lied »Auf dem Wasser zu singen« trotz Erkältung ausdrucksvoll vortrug.

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Nach der Pause begann das Konzert im zweiten Teil spontan mit einem afrikanischen Lied »Wukutula«: ehemalige Abiturienten und Chormitglieder gaben es, inspiriert vom bisher Gehörten, zum Besten, wobei sie offensichtlich nicht verlernt hatten, was sie einmal im Chor gelernt hatten. Ein traditionelles irisches Volkslied »Irish Blessing«, ein afrikanischer Song und als große Herausforderung für den Chor die berühmte Arie aus dem Film »Avatar« »I will see you« folgten, was der vergleichsweise kleine Chor mit rund 30 Mitgliedern jedoch mit Bravour meisterte. Solisten nach der Pause waren Dominik Nitsche, der mit seiner schönen, bereits gut ausgebildeten Stimme die Arie »Sei mir gegrüßt« von Franz Schubert sang und Viktor Gruber, der »Ragtime« von Scott Joplin gut nuanciert und temperamentvoll zum Besten gab. Viel berechtigten Applaus für ihr geübtes Spiel erhielten auch Julia Auer mit der Flöte und Luisa-Maria Halder auf der Geige für eine Serenade von John Kember. Eines der letzten Chorlieder zum Abschluss war das bekannte Volkslied »Der Mond ist aufgegangen«, das der Chor einfühlsam und stimmig wiedergab.

Viel Lob für die gelungenen Aufführungen

Zu dem Erfolg des Konzerts, den auch der große Applaus und die großzügig eingegangenen Spenden bewiesen, hatten auch die Musiklehrerinnen Elke Gebauer und Astrid Cieslik durch Begleitung auf dem Klavier und Einstudieren der Stücke viel beigetragen. Nicht nur vom Stellvertretenden Schulleiter Martin Bauhofer erhielten alle für den Erfolg des Konzerts Verantwortlichen Blumen und viele lobende Worte, auch zwei Schülerinnen aus dem Chor bedankten sich mit einem Blumenstrauß und einer Flasche Wein bei Chorleiter Dagobert Müller für sein Engagement, den Chor auch noch zehn Jahre nach seinem Eintritt in den Ruhestand weiter zu führen. gi