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Hans Jawurek bekam den Grassauer Jugendförderpreis

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Grassau – In der außergewöhnlich gut besuchten Bürgerversammlung im Café König in Rottau bekam Hans Jawurek aus Rottau den personenbezogenen Jugendförderpreis 2014. Über die Arbeit des Ökomodells Achental sprach Geschäftsführer Wolfgang Wimmer. Bei den Wortmeldungen am Ende der Versammlung gab es die Anträge, die Fläche vor dem Friedhof in eine Grünfläche umzuwandeln und die Beschilderung der Wanderwege im Mühlwinkel zu ändern.


Kritik gab es an der Vorgehensweise der Gemeinde bei der Ausweisung eines Baugebiets in Rottau mit acht Baugrundstücken. Vier werden im Einheimischenmodell vergeben. Bemängelt wurde die ungünstige Lage dieses Baugebietes.

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In Jawureks Urkunde heißt es: »Er hat sich über 20 Jahre als Jugendwart und Trainer in herausragender Weise den Kindern und Jugendlichen des Tennisclubs Rottau gewidmet. Mit seinem großen ehrenamtlichen Engagement hat er beim Nachwuchs eine Tennisbegeisterung ausgelöst, die dem Verein sportlich und gesellschaftlich noch viele Jahre von großem Nutzen sein wird.« In seinen Dankesworten sagte Jawurek, es habe ihm Spaß gemacht, mit den Kindern zu arbeiten und man kriege sehr viel zurück von den Kindern. Den Preis von 500 Euro spendet er für ein »kleines Umweltprojekt«, nämlich Kollektoren auf das Tennisheim. Den projektbezogenen Jugendförderpreis bekamen die »Heinzelmädchen« aus Grassau für die Organisation des Spielzeugmarktes, den sie seit 1993 abhalten.

Das Ökomodell Achental hat nach Wimmers Worten neun Mitgliedsgemeinden mit 35 000 Einwohner. Als Ziele nannte er die Sicherung landwirtschaftlicher Betriebe als Wahrer der Kulturlandschaft. Dazu dienen der Aufbau regionaler Vermarktung und Urlaub auf dem Bauernhof. Weitere Säulen des Modells mit »Erneuerbare Energie aus der Region für die Region« und naturverträglicher Tourismus. Das Energiekonzept mit der Eigenversorgung bis 2020 hat als Ausgangspunkt den Biomassehof Achental. Das Ökomodell hat ein Ausgleichsflächenmodell entwickelt. Dabei werden landwirtschaftliche Nutzflächen geschont und bestehende Flächen aufgewertet.

In seinem Rückblick gab Bürgermeister Rudi Jantke die Einwohnerzahl Grassaus mit 7035 an, davon wohnen 1085 in Rottau. Sehr erfreut zeigte er sich über die hohe Zahl an Geburten, nämlich 60. Das sei deutlich mehr als die letzten Jahre. Die Grund- und Mittelschule soll nach umfangreichen Sanierungen eine Inklusionsschule sein. Stefan Kattari übernimmt die Stelle als Museumsleiter des Museums »Salz und Moor« von Dr. Klaus Thiele. Der Anstieg der Übernachtungszahlen von fast 5 Prozent und bei Gästezahlen von fast 17 Prozent in Grassau ist sehr erfreulich, dem stehe ein Rückgang von 13 und 8 Prozent in Rottau gegenüber.

Die Baukosten für das BRK-Haus lagen um 115 000 Euro unter dem Plan, bei der Erweiterung des Heizwerkes konnten sogar 450 000 Euro eingespart werden und bei der Neugestaltung der Ortsmitte Mietenkam gibt es voraussichtlich keine Erhöhung der Kosten. Dafür sprach Jantke dem Vorstand Kommunalunternehmen Sebastian Stephan ein besonderes Lob aus.

Die europaweite Ausschreibung des Landratsamtes Traunstein für den gemeinsamen Wertstoffhof Staudach, Marquartstein und Grassau gewann die Firma Schaumeier aus Traunstein, die jetzt bis zum 1. Juni nächsten Jahres ein passendes Grundstück suchen muss.

Zum Abschluss des Rückblicks dankte er besonders allen Ehrenamtlichen für ihr Engagement. Sehr erfreulich sei die Finanzplanung für die nächsten drei Jahre, denn es bestehe die Hoffnung, dass 2018 die Gemeinde Grassau schuldenfrei ist. Für dieses Jahr ist in Rottau die Neuanlage einer Urnenwand im Friedhof vorgesehen, in Grassau eine Erweiterung. Unter den Veranstaltungen hob er das Bürgerfest »50 Jahre Markt Grassau« hervor und eine öffentliche Versammlung im Herbst »Hochwasserschutz im Achental« mit Vertretern der Wasserwirtschaftsämter. ja