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Hans Hacher wurde als Vorsitzender bestätigt

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Die neu gewählte Vorstandschaft des CSU-Ortsverbandes in Marquartstein mit (von links) Schriftführer Georg Hacher, dem Landtagsabgeordneten Klaus Steiner, zweiter Vorsitzender Andreas Dögerl, Vorsitzender Hans Hacher, Vize-Vorsitzenden Sepp Moritz und Schatzmeister Norbert Memminger. (Foto: Giesen)

Marquartstein – Neuwahlen standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des CSU-Ortsverbands Marquartstein im Gasthof Weßner Hof.


Einstimmig wurde Hans Hacher als erster Vorsitzender bestätigt und Josef Moritz als sein Stellvertreter. Zum neuen gleichberechtigten Stellvertreter wählte die Versammlung den bisherigen Beisitzer Andreas Dögerl.

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Schatzmeister bleibt Norbert Memminger, Schriftführer Georg Hacher. Beisitzer sind weiter Rudi Reiter, Walter Wolfsberger, Tobias Entfellner und Georg Baumgartner. Da sich Willi Stein nicht mehr als Kassenprüfer zur Verfügung stellte, wurde Stefan Dögerl neu in das Amt gewählt. Weiterer Kassenprüfer bleibt Ulrich von Ribaupierre.

Durchschnittsalter liegt bei 63,9 Jahren

Der CSU-Ortsverband Marquartstein zählt 33 Mitglieder, davon drei Frauen. Das Durchschnittsalter liegt bei 63,9 Jahren, berichtete der Vorsitzende Hans Hacher. Er selbst und Sepp Moritz gehören dem Gemeinderat an. Zusammen mit den Freien Wählern stellt die Fraktionsgemeinschaft sechs Gemeinderäte. Es müsse dringend etwas getan werden, um den Ortsverband wieder zu beleben und neue, auch jüngere Mitglieder zu werben, sagte Hacher. Auf viel Zustimmung stieß sein Vorschlag, sich künftig beim Adventsgarten zu beteiligen und Wildbret zu ver-kaufen. Im Ortsverband gebe es genügend Jäger. Damit könne vor allem der Kassenstand aufgebessert werden.

In seinem kurzen Rückblick erinnerte Hacher an zwei gut besuchte Infoveranstaltungen mit Fachleuten zum Thema Asyl und zu Einbruchsdelikten. Beim Ferienprogramm im vergangenen Jahr hatte der Ortsverband außerdem ein Bogenschießen in Ruhpolding organisiert, das sehr gut angenommen wurde. Gute Beziehungen bestehen zu den übrigen CSU Ortsverbänden im Achental. Künftig würden nicht nur zweimal jährlich, sondern jedes Vierteljahr Treffen stattfinden. Es sei auch im Gespräch, eine Achental-CSU statt der einzelnen Ortsverbände zu gründen, sagte Hacher.

Gegen diese Überlegungen wandte sich MdL Klaus Steiner. Er hielt es für besser, Ortsverbände so lange wie möglich aufrechtzuerhalten, denn die Gemeinden hätten oft eigene Probleme, um die sich ein Ortsverband bessern kümmern könne. Als »nicht rosig« bezeichnete Schatzmeister Norbert Memminger die Finanzen im Ortsverband. Außer den Mitgliedsbeiträgen gäbe es keine Einnahmen. Er hielt deshalb die Idee, sich am Adventsgarten zu beteiligen, für eine hervorragende Idee.

Informationen aus dem bayerischen Landtag

In einem kurzen Referat gab der Stimmkreisabgeordnete Klaus Steiner Einblick in die Arbeit des bayerischen Landtags. »Deutschland geht es gut, Bayern hervorragend«, betonte er. In Bayern seien die Chancen für junge Menschen am größten, die Arbeitslosigkeit am geringsten. Der Landkreis Traunstein gehöre zu den zehn Spitzenregionen in Deutschland.

Zur Schulpolitik sagte Steiner, dass die Einführung des G8 ein Fehler gewesen sei, man werde aber jetzt auch nicht das G9 in der alten Form wieder einführen. Künftig werden in den Lehrplänen die Fächer Informationstechnologie, Geschichte und Sozialkunde stärker betont. Auf die Frage eines Teilnehmers, was die Regierung tun werde, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, sagte Steiner, dass Bayern ein Förderprogramm für 70 000 Euro pro Jahr aufgelegt habe, um Anreize für private Investoren zu schaffen, was natürlich noch zu wenig sei.

In der anschließenden Diskussion wurde auch der kürzliche Erwerb des Streunthaler Hofes durch die Gemeinde Marquartstein angesprochen (wir berichteten). Ein Teilnehmer meinte, dass das Argument, der Kauf sei, wegen des Wasserschutzgebiets erfolgt, nicht stichhaltig sei. Die Schutzzonen eins und zwei gehörten der Gemeinde schon lange und für die Zufahrt bestehe ein dingliches Recht. Aus spekulativen Gründen könne der Kauf aber durchaus Sinn machen, so einige Teilnehmer. Josef Moritz erklärte, dass der Kauf auch sinnvoll gewesen sei, wenn die Schutzzone einmal erweitert werden müsse. gi

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