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Halsbrecherische Fahrten im Gaudi-Schlitten

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Vier aktive junge Trachtlerinnen aus Inzell mit ihrem fliegenden Teppich im Orient-Express.
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»Cool Running« nannten diese Teisendorfer in Anspielung auf eine TV-Reality-Show ihren Schlitten. Weitere Bilder gibt es unter www.traunsteiner-tagblatt.de/fotos. (Fotos: Mergenthal)

Inzell. Waghalsige Schlittenpartien haben die Aktiven aus 18 verschiedenen Trachtenvereinen im Gauverband I gewagt. Beim Gaudi-Schlittenrennen in Adlgaß bei Inzell standen insgesamt 29 Motivschlitten am Start. In die Wertung floss nicht nur die absolvierte Zeit ein, sondern unter anderem auch die Kreativität beim Schlittenbau.


In der Gesamtwertung lag das Team 1 aus Vagen mit seinem »Harley-Davidson-Trike« mit 57 Punkten vorn, dicht gefolgt vom Team 2 der Lokalmatadoren aus Weißbach mit 55 Punkten, die in ihrem »Gau-Dschungelcamp« einen Palmen-Urwald spazieren fuhren.

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Eine vierköpfige Jury bewertete vor der Fahrt die Schlitten: Bürgermeister Martin Hobmaier, Landratskandidat und Hobby-Rennfahrer Sigi Walch, Stefan Wieninger und Gauvorstand Peter Eicher. »Wir haben natürlich auf die saubere Arbeit geschaut, aber auch auf die Originalität der Ideen«, erklärte etwa Walch im Interview mit Ansager Geri Egger.

Die Entscheidung fiel den Juroren bei so vielen guten Schlitten-Kreationen nicht leicht. So hatten zum Beispiel die Burghauser ein U-Boot namens »Yellow Submarine« gebaut, das bei der Motiv-Bewertung immerhin 30 Punkte bekam; die höchste vergebene Punktzahl waren 35 Punkte. Ein paar coole Beatles, mit Sonnenbrille und aufblasbarer »Luft-Gitarre«, waren darin unterwegs, wenngleich nicht ganz so flott.

Die meisten Teams stellten Teisendorf, Inzell und Roth-Kirchanschöring. Mehrere Teams, unter anderem eines aus Weißbach, hatten die Olympiade in Sotschi zum Thema. »Cool Running« nannten vier als Schwarze verkleidete Teisendorfer ihren Schlitten, in Anspielung auf die Vox-Reality-Show, bei der Anni Freisinger mit vier kenianischen Lauftalenten für einen 100-Kilometer-Eisschnelllauf-Marathon trainiert.

Auf fliegenden Teppichen wie aus Tausendundeiner Nacht und mit Turbanen kamen die Trachtlerinnen aus Inzell und Karlstein daher. Roth-Kirchanschöring fuhr in Pyjamas mit einem bestens ausgestatteten Kinderbett mit Nachttopf die Bahn hinunter. vm