weather-image
14°

Hallenbad hat keine Zukunft

0.0
0.0

Unterwössen. Nicht leicht gemacht hat sich der siebenköpfige Hallenbadausschuss nach den Worten seines Leiters Barthl Irlinger (Oberwössener Wählergemeinschaft) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates die Beurteilung über die Zukunft des Unterwössener Hallenbades. Auf der Grundlage des entsprechenden Fachgutachtens von Josef Krautloher aus Vilshofen sei man zu dem Schluss gekommen, dass das Hallenbad keine Zugkraft und damit keine Zukunft mehr habe.


Laut Irlinger hatte der Ausschuss zur Urteilsfindung andere Hallenbäder besichtigt und viele Gespräche, vor allem zur Finanzierung, geführt, unter anderem mit dem Landratsamt, der Staatsregierung und allen Achental-Bürgermeistern. Doch eine mögliche Zukunft des Hallenbades habe sich bei allen Bemühungen nicht abgezeichnet.

Anzeige

Die Empfehlung laute nun, das Insolvenzverfahren abzuschließen und die technischen Einrichtungen baldmöglichst zurückzubauen. Falls dies wirtschaftlich sei, könnte das Blockheizkraftwerk eventuell wieder aktiviert werden. Eine kurzfristige Lösung für eine Nutzung sei nicht sinnvoll, eher solle die Gemeinde an Investitionen für eine längerfristige Lösung denken.

Die Sauna ließe sich nach der Auffassung des Ausschusses längerfristig betreiben, etwa vom Pächter der Wirtschaft oder auch von einem Saunaverein. Miteinbezogen werden könnte der Minigolfplatz, der jedoch vorher saniert und aufgewertet werden müsste.

Bei der Überlegung, ob und wofür die Verwaltung Räume braucht, die bei einem Rückbau des Hallenbades eingerichtet werden könnten, sei man auf einen recht großen Flächenbedarf gekommen, und zwar für die Kinderkrippe, den Theater- und den Trachtenverein, die Musikschule und die Blaskapelle.

Als Nutzung sei nach dem Dafürhalten von Irlinger auch eine Multifunktionshalle mit Bühne, Kletterwand, Bürgertreffpunkt und einem Veranstaltungszentrum denkbar. Der Saal sollte zwar erhalten bleiben, aber optimiert und mit einem Aufzug zugänglich gemacht werden.

Wie Irlinger weiter ausführte, gebe es noch viele andere Ideen, wie die Aufteilung der Halle oder den Einzug eines zusätzlichen Stockwerks für eine mögliche Erlebnisgastronomie oder einen Wellnessbereich. »Eine Nutzung sei für alle Bereiche der Gemeinde möglich«, rundete Ausschussmitglied Claudia Schweinöster (Unabhängige Wählergemeinschaft Wössen) die Ausführungen Irlingers ab.

Nachdem vom Geschäftsleiter Thomas Müllinger zu hören war, dass sich der Abschluss des Insolvenzverfahrens noch bis zum Jahresende hinziehen könnte, schlug Ausschussmitglied Anton Aberger (CSU) vor, den Saunabetrieb von der Gesamtbeurteilung abzutrennen und weiterlaufen zu lassen. Eine zu lange Stilllegung könnte ansonsten zu Funktionsschäden führen. bvd