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Häusl: Ärger über unerlaubte Müllentsorgung

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Bei den Wertstoffcontainern am Feuerwehrhaus in Otting werden oft Sachen abgelagert, die nicht hierher gehören, kritisierte Bürgermeister Häusl bei der Bürgerversammlung. (Foto: H. Eder)

Waging am See. Interessante Informationen hatte Bürgermeister Herbert Häusl bei der Bürgerversammlung im Gasthaus Oberwirt den Ottingern zu berichten. Relativ bald sei damit zu rechnen, dass im künftigen Baugebiet Otting-Nord Bauplätze vergeben werden können. Für Otting, Holzhausen und das Gewerbegebiet Waging-West bei Scharling sei zudem ein Ausbau des Breitbandnetzes in Vorbereitung. Das Verfahren für den Digitalfunkmasten bei Oberleiten sei derzeit vom Verwaltungsgericht ausgesetzt worden. Ein Appell des Bürgermeisters ging schließlich noch dahin, am Container-Standort beim Feuerwehrhaus die »unerlaubten Ablagerungen« sein zu lassen.


Gut 20 Grundstücke weist das Baugebiet Otting-Nord aus, das gegenüber dem Sportplatzgelände entstehen soll. In einem ersten Bauabschnitt sollen auf einer Fläche von rund 1,2 Hektar zwölf Grundstücke ausgewiesen werden. Ein zweiter Abschnitt solle später folgen. Wie der Bürgermeister sagte, würden die Leute, die sich bisher um Grundstücke im Einheimischenmodell beworben haben, demnächst angeschrieben. Interessenten können sich auch bei der Bauverwaltung im Rathaus informieren. Die Grundstücke, die der Kirche gehören, werden in Erbpacht abgegeben. Mit dem Ordinariat habe man sich auf einen Erbpachtzins von 2,50 pro Quadratmeter geeinigt. Im Anschluss an das Baugebiet müsse die Gemeinde noch Flächen für die Eigenjagd erwerben. Damit sei er bereits beschäftigt, sagte Häusl.

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Inzwischen ist, so informierte er weiter, von der Regierung ein neues Breitband-Förderprogramm ausgelegt worden. Vorermittlungen dazu seien für Ortschaften wie Otting und Holzhausen sowie das Gewerbegebiet Waging West bereits am Laufen. An die Bürger appellierte er, wenn dazu Fragebögen bei ihnen ankommen, sollten sie bitte auch ausgefüllt werden, wobei alle darin gemachten Angaben unverbindlich seien, betonte er. Mit dem Ausbau sei frühestens im zweiten Halbjahr zu rechnen.

Einen Teilerfolg hat die Gemeinde in Sachen Tetrafunk errungen. Das Verwaltungsgericht München hat den Bescheid der Regierung von Oberbayern aufgehoben, in dem sich diese über den ablehnenden Beschluss des Waginger Gemeinderats hinweggesetzt hat. Dies sei der Gemeinde von ihrem Rechtsanwalt mitgeteilt worden. Demnach müsse das Verfahren zum Tetrafunkmasten neu angefangen werden. Der Grund dafür liege in einem Formfehler: Die artenschutzrechtliche Untersuchung liege nicht bei, und die Übersicht der Standortalternativen innerhalb der Gemeinde sei nicht nachvollziehbar, wie es hieß. Damit sei, betonte der Bürgermeister, der Standort zwar längst »noch nicht weg«, aber derzeit gebe es keinen festen Standort mehr.

Zum Themenkreis Schule und Kindergarten stellte Häusl fest, der Kindergarten in Otting sei mit 50 Plätzen ausgebucht, in der Schule seien die Zahlen aber rückläufig: Im Schulverband Otting-Wonneberg sei die Zahl der Schüler von 117 auf 104 gesunken, die Zahl der Klassen habe sich von sieben auf sechs verringert, je drei in Otting und St. Leonhard. Aber der Bestand des Schulverbandes sei auch weiterhin gesichert; das lasse sich aus den Geburtenjahrgängen ersehen.

Der Kanalbau in der Gemeinde gehe seinem Ende entgegen, fuhr Häusl fort. Die Projekte im Bereich Otting seien abgeschlossen. Jetzt stehe für dieses Jahr nur noch ein letztes Kanalprojekt an – »eine relativ kleine Geschichte«, nämlich die Kanalisierung der Ortschaft Schnöbling bei Tettenhausen. Ein weiteres Thema war die Entschärfung der Kurve in Dankerding: Das hätte noch im Herbst passieren sollen, sei aber nicht mehr möglich gewesen. Die Ausschreibung sei aber draußen, die Maßnahme werde in den nächsten zwei Monaten erledigt werden.

Einen Kritikpunkt stellt der Containerplatz in Otting dar. Hier komme es, so der Bürgermeister, immer wieder zu unerlaubten Ablagerungen. Wenn sich das nicht ändere, werde man Maßnahmen ergreifen müssen, wie etwa eine Kamera-Überwachung: »Ich hoffe aber, das brauchen wir nicht«, sagte Häusl. Großes Lob spendete er den Verantwortlichen der Blaskapelle Jung-Otting für die Ausrichtung des Bezirksmusikfestes. Dieses sei der Höhepunkt im Jahresverlauf gewesen, »eine echte Werbung für Otting und die Gemeinde«. he