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Haderthauer auf Stippvisite in Grabenstätt

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Nach Ministerpräsident Horst Seehofer, Bundesministerin Ilse Aigner, Landesminister Martin Zeil und vielen anderen Politikern gehört nun auch Staatsministerin Christine Haderthauer zu den »Herzerl-Paten« des Grabenstätter Herzerlweges.

Grabenstätt. Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer war auf Stippvisite in der Gemeinde Grabenstätt: Im Kreisaltenheim nahm sie an einer Diskussionsrunde zum Thema »Hospizliche und palliative Begleitung von Kurzzeitpflegegästen und Bewohnern« teil, am Eichberg eröffnete sie den »Grabenstätter Herzerlweg« und im Bierzelt sprach sie beim politischen Abend; dort hatte der Trachtenverein »Chiemgauer« an den Tagen zuvor sein 100-jähriges Jubiläum gefeiert.


»Der Grabenstätter Herzerlweg ist hiermit offiziell eröffnet«, ließ Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer verlauten, als sie am Eichberg das Band durchschnitt. Zuvor hatte sie mit ihrer Unterschrift die Patenschaft für ein Herz übernommen und dieses mit einem Akkuschrauber gekonnt an einem kleinen »Maibaum« befestigt. Und weil sie gerade dabei war, tat sie dies auch mit dem »Paten-Herzerl« von Ministerpräsident Horst Seehofer. »Ich werde es ihm demnächst persönlich ausrichten, dass ich sein Herz zweimal durchbohrt habe und der Steiner-Klaus es verhindern wollte«, versprach die Ministerin schmunzelnd. Der Herzerlweg sei eine »wunderbare Sache« und zeuge davon, dass Jung und Alt im Ort gut zusammenarbeiten.

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Der Grabenstätter Herzerlweg der Jugendtheater-, Musik- und Kunst-AG, ein zum Ortsteil Winkl führender Waldweg am Eichberg, besteht aus rund 350 von Kindern, Jugendlichen und jung gebliebenen Erwachsenen liebevoll gestalteten und mit Hoffnungen und Wünschen versehenen Herzen. »350 Herzen, 350 mal Liebe, 350 mal Hoffnung: Möge all dies für unsere Kinder und Jugendlichen und damit auch für unsere Zukunft in Erfüllung gehen«, wünschte sich Walter Hein und lobte Doris Biller und Rudolf Rett, die »einen Großteil ihrer Freizeit für diesen noch jungen Verein opfern«.

Beim politischen Abend streifte Haderthauer vor allem landespolitische Themen. Die geringe Arbeitslosenquote in Bayern sei »kein Ruhekissen, sondern eine Herausforderung, denn wir wollen Vollbeschäftigung«, so die Juristin. Dass es Bayern so gut gehe, sei in erster Linie die Leistung der hier lebenden Menschen. Die Politik setzte nur die passenden Rahmenbedingungen. So halte man auch an der ambitionierten Zielsetzung fest, den Freistaat bis 2030 schuldenfrei zu machen.

Steuererhöhungen, wie von SPD und Grünen gefordert, werde es mit der CSU nicht geben, versprach Haderthauer. Eine Lanze brach sie für das mehrgliedrige bayerische Schulsystem, das »zu jedem Abschluss einen Anschluss« garantiere und Theoretiker und Praktiker hervorbringe. Die von den Oppositionsparteien befürwortete Gesamtschule wäre »ein Verbrechen an der Vielfalt unserer Kinder«.

Es gehe nicht ohne Ehrenamt, sagte Haderthauer, das sei auch an einem Tag wie heute zu sehen. Darum appellierte sie an ihre Zuhörer, sich auch kommunalpolitisch zu engagieren. Nach ihrer Rede nahm die Ministerin sich noch reichlich Zeit für Autogramme.

Zu Beginn der Veranstaltung hatte Bürgermeister Georg Schützinger die Vorzüge »seiner« Gemeinde vorgestellt und klargestellt: »Es ist einfach schön, hier Bürgermeister zu sein«. Ein Sonderlob erhielt der Festverein, der Trachtenverein »Chiemgauer« Grabenstätt. Dessen Festwoche habe eindrucksvoll gezeigt, wie aktiv die Ortsvereine seien.

Landtagsabgeordneter Klaus Steiner sagte, Bayern sei in allen Lebensbereichen seiner Bürger deutschlandweit an der Spitze und es sei »wichtig, diesen erfolgreichen Weg fortzusetzen«.

Trachtenkinder überreichten Schmankerlkorb

Die musikalische Gestaltung des politischen Abends übernahm die Musikkapelle Grabenstätt. Beim »Rainermarsch« übergab Dirigent Christian Bergmann den Taktstock an Landrat Hermann Steinmaßl. Vermutlich wäre Christine Haderthauer vom Spontan-Auftritt des Landrats begeistert gewesen, doch sie befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits auf der Heimreise. Gut möglich, dass sie sich während der Fahrt das ein oder andere lokale Produkt aus dem Geschenkkorb des CSU-Ortsverbandes schmecken ließ. Nach ihrer viel beklatschten Rede hatten die beiden Trachtenkinder Theresa und Johanna Fleischmann den Schmankerl-Korb an die Ministerin überreicht. mmü