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Gymnasium soll saniert und teilerneuert werden

Traunreut. Für rund 17,5 Millionen Euro will der Landkreis Traunstein einen Teilneubau bzw. eine Generalsanierung des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums Traunreut vornehmen. Bereits im kommenden Herbst soll mit dem Abriss des Ostflügels begonnen werden. Die Baumaßnahme wird sich über vier Jahre hinziehen. Zum Schuljahr 2017/2018 soll das Gymnasium, das die Stadt Traunreut 2004 dem Landkreis Traunstein übertragen hat, bezugsfertig sein.

Im Zuge des Teilneubaus und der Generalsanierung des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums Traunreut wird zunächst der Ostflügel abgerissen, in dem seit rund 40 Jahren auch die städtische Bücherei untergebracht ist. (Foto: Rasch)

Über das Bauvorhaben informierten der Geschäftsführer des Landratsamtes Traunstein, Lothar Wagner, und ein Vertreter des Architekturbüros Köhler in Gauting, den Traunreuter Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung. Nach Angaben von Wagner sollte das Gymnasium in den Jahren 2008 bis 2010 zunächst für 3,5 Millionen Euro saniert werden. Das habe man aber deutlich versäumt und sich von der ursprünglichen Idee auch vor dem Hintergrund eines nicht mehr zeitgerechten Standards verabschiedet. Laut Wagner sei damit zu rechnen, dass die 17,5 Millionen Euro teure Baumaßnahme mit 4,5 Millionen Euro vom Freistaat Bayern gefördert werde. Wagner: »Wir werden auch weitere mögliche Förderprogramme nutzen.« Die Stadt Traunreut wird sich an der Finanzierung der Baumaßnahme nicht beteiligen, wie Wagner auf Anfrage von Johannes Danner sagte.

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Die in die Diskussion eingebrachte Kurzzeitparkzone an der Adalbert-Stifter-Straße, an der es vor und nach der Schule immer wieder zu gefährlichen Situationen kommt, wäre allerdings Sache der Stadt. Nach Aussagen von Bürgermeister Franz Parzinger könnte eine Kurzzeitparkzone im Zuge des geplanten Adalbert-Stifter-Straßenausbaus in Erwägung gezogen werden.

Im Zuge der G-8-Einführung wurde auf dem Areal bereits ein Ersatzbau errichtet. Im Moment besuchen rund 600 Schüler das Gymnasium. Seitens des Landkreises geht man davon aus, dass die Schülerzahlen konstant bleiben werden. Deshalb werde sich nach Aussagen von Wagner auch an der Raumkapazität nichts ändern.

Noch im kommenden Herbst soll der Ostflügel abgerissen werden, in dem seit rund 40 Jahren auch die städtische Bücherei untergebracht ist. Diese zieht im Juli vorübergehend in die Stadtmitte, bis die neue Bibliothek gebaut wird. Mit Ausnahme des Westflügels, der generalsaniert werden soll, werden der Ost- und Südflügel durch einen Neubau ersetzt. Durch eine neue Situierung wird der Haupteingang näher zur Adalbert-Stifter-Straße herangerückt, gleichzeitig entsteht ein großer zentraler Pausenhof. Neu geregelt und erweitert werden soll auch die Parkplatzsituation.

Zur großen Freude von Schulleiter Dr. Robert Anzeneder bekommt die Schule auch eine große Aula mit Galerie. Lobend äußerte sich Anzeneder über den Bauablauf. Wie er dem Traunsteiner Tagblatt sagte, sei der Bauablauf vom Architektenbüro so geregelt, dass der Unterricht nicht beeinträchtigt werde. »Wir müssen enger zusammenrücken, aber es muss keine Klasse ausgelagert werden.« ga