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Gutes Fangjahr für die Berufsfischer

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Chiemsee. Auf ein gutes Fangjahr können die Berufsfischer am Chiemsee zurückblicken. 112 000 Kilogramm Fisch holten die Mitglieder der Fischereigenossenschaft Chiemsee im vergangenen Jahr aus dem Bayerischen Meer.


Mit 75 Prozent vom Gesamtfang sei die Renke mit 85 000 Kilogramm wieder der wichtigste Wirtschaftsfisch gewesen, so Vorsitzender Thomas Lex; allerdings fischten die 16 Berufsfischer am Chiemsee im Vorjahr 12 000 Kilogramm mehr.

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Der Brachsenfang sei mit 13 000 Kilo um 3000 Kilo über dem Vorjahr gelegen. Diese erfreuliche Tendenz lasse auf eine Erholung des Bestandes schließen, so Lex. Der Fang von Aalen sei mit 4400 Kilogramm zufriedenstellend gewesen. Besonders als hochpreisige Räucherware sei und bleibe der Aal ein wichtiger Wirtschaftsfisch. Den Hechtbestand bezeichnete Lex als gut.

Mit 1300 Kilogramm Zander habe die Genossenschaft das Niveau der vergangenen Jahre erreicht. Ob der forcierte Zanderbesatz der vergangenen Jahre Früchte trage, werde aber erst im nächsten Winter zu sehen sein.

Die früher für den Chiemsee bekannten Seeforellen würde die Genossenschaft mit jährlich 220 Kilogramm Setzlingen besetzen, um den Bestand, wenn möglich zu erhöhen. Zusätzlich wurden in diesem Jahr 5000 ausgebrütete Zanderfischlein – leider noch vor dem Hochwasser – in die Tiroler Ache entlassen. Ob sich diese Maßnahme auf den seit Jahren stagnierenden Bestand positiv auswirke, sei abzuwarten, so Lex.

Wichtig wäre, so der Vorsitzende, dass die sogenannten Chiemsee-Lachse ihre Laichgründe im Fluss wieder aufsuchen, was jedoch durch Verbauungen und Flussbegradigung erschwert werde. th