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Güterhalle: Stadt bekommt bis zu 60 Prozent Fördermittel

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So könnte die Güterhalle künftig aussehen. Der Stadtrat entschied sich in seiner jüngsten Sitzung dafür, dass die vom Architekturbüro vorgeschlagene Variante 3 weiter verfolgt wird. Diese sieht unter anderem vor, dass die Sanitärbereiche außerhalb der Halle Richtung Straße kommen sollen. Auch die Rampen spielen im Konzept eine Rolle.

Traunstein. Der Traunsteiner Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung über die Güterhalle diskutiert (wir berichteten). Das Gremium entschied sich dafür, dass Variante 3 vom beauftragten Architekturbüro Lechner und Lechner nun weiter verfolgt wird. Diese stellte Oberbürgermeister Manfred Kösterke im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt jetzt genauer vor.


Bei der Variante 3 ist die Gesamtfläche im Vergleich zu den anderen beiden am größten. Neben der Halle werden auch die Rampen auf der Bahn- und auch auf der Straßenseite ins Konzept miteinbezogen. Zudem ist vorgesehen, dass die Sanitärbereiche außerhalb der Halle platziert werden. Das hat zwei Vorteile: »Wir müssen damit nicht in den Boden rein, was einen großen Aufwand bedeuten würde«, erklärte Kösterke. »Zudem haben wir drinnen mehr Fläche gewonnen.«

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Zur Straßenseite hin ist unter anderem auch eine Terrasse geplant. Zudem ist auf dieser Seite ein weiteres grünes Band angedacht, welches auf Sitzhöhe als sogenannte »grüne Bank« dienen soll. Auf der Bahnseite besteht die Möglichkeit auf der Rampe, Lagerräume zu schaffen. Pausenbereiche und Ruhezonen könnten hier ebenfalls entstehen.

Umstritten bei dem Projekt sind vor allem die Kosten. Die Schätzung sieht vor, dass die Sanierung rund 3,76 Millionen Euro verschlingen wird. Im Anfangsstadium der Planungen fielen die Kostenschätzungen wesentlich geringer aus. Damals plante man lediglich mit dem Jugendtreff, der in der Güterhalle wie die Schule der Phantasie eine neue Heimat finden soll. »Früher ist man von ganz anderen Größen ausgegangen«, sagte Manfred Kösterke. Zudem seien etwa die Erschließungskosten nicht berücksichtigt gewesen.

Nun sind die Planungen schon wesentlich weiter. Zudem machte er darauf aufmerksam, dass der Architekt die Kostenschätzung auf Neubaukosten errechnet hat. »Normalerweise rechnet man bei Sanierungen einen Abschlag von 20 Prozent«, informierte Kösterke. »Unser Architekt hat aber gesagt, dass er das nicht macht. Schließlich weiß man nicht, welche Schwierigkeiten es geben kann.« Kösterke verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass man den Umbau mit der Bahn abklären muss.

Zudem, stellte der Oberbürgermeister fest, dass die Stadt auch Geld aus der Städtebauförderung für das Projekt bekommt. Der Antrag dafür ist bereits eingereicht. »Mündlich sind uns die Mittel auch schon zugesichert«, betonte er. Bis zu 60 Prozent können diese betragen, fügte er hinzu.

Nun wird das Architekturbüro die Planungen weiter vorantreiben – unter anderem stehen dabei nun Gespräche mit der Bahn an. »Es geht nun Richtung Entwurfsplanung«, betonte Kösterke. Voraussichtlich im Mai wird der Stadtrat das Thema erneut diskutieren. Dann werde es auch bald mal darum gehen, die Flächen im Inneren fest zu definieren, betonte Kösterke. Aktuell ist vorgesehen, dass der Jugendtreff 471 Quadratmeter bekommt und die Schule der Phantasie 148 Quadratmeter. 612 Quadratmeter sind noch ohne Nutzung.

Für letzteren Bereich liegen der Stadt schon Anfragen vor. »Wir führen Verhandlungen mit verschiedenen Interessenten, die die Halle gerne nützen möchten«, bestätigte Kösterke. An den Größen wird sich wohl auch nicht mehr viel tun. »Bei der Schule der Phantasie kann man sinnvollerweise nicht mehr viel ändern«, sagte Manfred Kösterke. Beim Jugendtreff sei es theoretisch denkbar, dass man die Fläche noch verkleinere, fügte er hinzu. »Aber da müssen wir mal schauen.« SB