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Günstiges Geld für die Kindertagesstätte am Klosterberg

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Zu Beginn des neuen Kindergartenjahres soll die neue Kindertagesstätte auf dem Gelände des städtischen Kindergartens am Klosterberg bezugsfertig sein. Für das rund 2,35 Millionen Euro teure Projekt bekommt die Stadt 1,16 Millionen Zuschüsse und wird für den Eigenanteil ein zinsgünstiges Darlehen über 1,2 Millionen Euro aufnehmen.

Traunstein. Für nur 0,1 Prozent Zinsen kann sich die Stadt Traunstein bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau Geld für den Bau der Kindertagesstätte am Klosterberg ausleihen. Das bewog den Stadtrat dazu, in der Sitzung vom Donnerstag einen Nachtragshaushalt zu beschließen, der es erlaubt, 1,2 Millionen Euro Kredit aufzunehmen. Die Entscheidung im Stadtrat fiel ohne vorherige Diskussion einstimmig.


Arbeiten sind bereits in vollem Gange

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Die Bauarbeiten am Klosterberg sind bereits in vollem Gange und im kommenden Monat ist Baubeginn für eine weitere städtische Kinderkrippe an der Vonfichtstraße. Die Einrichtung am Klosterberg wird voraussichtlich rund 2,35 Millionen Euro kosten, wovon die Stadt 1,16 Millionen aus dem staatlichen Förderprogramm »Kinderbetreuungsfinanzierung« bekommt. Um die Maßnahme zu finanzieren, war ursprünglich vorgesehen, 1,87 Millionen Euro aus den allgemeinen Rücklagen der Stadt zu entnehmen. Eine Kreditaufnahme für das Bauvorhaben war jedoch nicht geplant, weshalb der Nachtragshaushalt nötig wurde.

Wie Oberbürgermeister Manfred Kösterke im Stadtrat berichtete, habe die KfW-Bankengruppe (Kreditanstalt für Wiederaufbau) Förderprogramme gestartet, in deren Rahmen günstiges Geld für Projekte verliehen wird, die dem Ausbau der Kinderbetreuung dienen. Das Bundesfamilienministerium unterstützt das Programm mit einer Zinsverbilligung. Gefördert werden damit Maßnahmen, durch die Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren geschaffen werden. Für die Stadt bedeutet der 0,1-Prozent-Kredit mit einer Laufzeit von zehn Jahren eine unschlagbar günstige Finanzierungsmöglichkeit, was auch die Ratsmitglieder so sahen und einstimmig zustimmten.

Auf Anfrage sagte der Oberbürgermeister, die Anmeldungen würden zeigen, dass die geplanten Gruppen in den Kindertagesstätten gut gefüllt seien. Die im Kinderheim Sankt Josef sei sogar schon überfüllt. Waltraud Wiesholer-Niederlöhner sprach von einer »großen Kraftanstrengung«, welche die Stadt im Zusammenhang mit dem Bau der Kindertagesstätten bewältige. Auf Anfrage von Simon Steiner erklärte Stadtwerke-Geschäftsführer Stefan Will, die geplante Tagesstätte an der Vonfichtstraße werde nicht an die Hackschnitzelheizung des Studienseminars angeschlossen, weil das wegen der Entfernung nicht wirtschaftlich wäre. Stattdessen werde eine Gastherme eingebaut. Auf den erfreulichen Aspekt bei den Ausschreibungen wies Konrad Obermaier hin. Bei zehn Gewerken sei nur eines teurer als veranschlagt; die neun anderen seien dagegen zum Teil erheblich günstiger.

Die Bauarbeiten auf dem Gelände an der Kindergartenstraße haben am 3. September begonnen. Die Baumeisterarbeiten stehen kurz vor der Fertigstellung und nun ist der Innenausbau an der Reihe. Gemäß den Submissionsergebnissen vergab der Stadtrat nach Vorberatung im Finanzausschuss verschiedene Aufträge für den Innenausbau. Die Bodenbelagsarbeiten erledigt die Firma ArtDesign aus Piding (Auftragssumme 42 984 Euro), die Fliesenarbeiten die Firma Miller aus Bergen (38 592 Euro), die Malerarbeiten die Firma Grisafi aus Teisendorf (19 093 Euro) und die Trockenbauarbeiten die Firma Steinlehner aus Neuötting (49 043 Euro). Bis zum Beginn des neuen Kindergartenjahres im September soll das Gebäude bezugsfertig sein.

Ebenfalls noch in diesem Jahr soll die Kinderkrippe an der Vonfichtstraße fertig werden, mit deren Bau noch nicht einmal begonnen worden ist. Baubeginn ist voraussichtlich am 3. April, der Fertigstellungstermin ist acht Monate später vorgesehen.

Aufträge für 1,5 Millionen Euro vergeben

Rund 80 Prozent der Aufträge dafür hat der Stadtrat in dieser Sitzung vergeben. Sie haben ein Volumen von nahezu 1,5 Millionen Euro. Den Zuschlag bekamen: für die Erd- und Betonarbeiten die Firma Armin Berger aus Traunstein (Angebotssumme 187 986 Euro), Gerüstarbeiten Firma SAGE aus Schnaitsee (11 156 Euro), Zimmerer-, Holzbau- und Fassadenarbeiten Firma Schmid aus Trostberg (564 488 Euro), Abdichtungs- und Fassadenarbeiten Firma DTS aus Bergkirchen, Fenster und Außentüren Firma Konrad Steinberger aus Traunstein (64 539 Euro), Grundleitungen und Kanalisation Firma LKS aus Schönau (62 580 Euro), Heizungs- und Sanitärinstallation Firma Mitterbichler-Krämer aus Traunstein (185 894 Euro), Lüftungsinstallation Firma Reichlmeier aus Berchtesgaden (63 527 Euro), Elektroinstallation Firma Schlecht & Kaiser aus Kirchweidach (154 185 Euro) und Aufzugsanlage Firma Kone aus Germering (45 577 Euro). -K.O.-