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»Gschwall Nord«: Änderung bei Hanghäusern

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Im Baugebiet »Gschwall Nord« soll es künftig bei Grundstücken mit steilerer Hanglage möglich sein, von der Festsetzung bezüglich der Oberkante Fertigfußboden talseitig abzuweichen. (Foto: Bauregger)

Inzell – In seiner jüngsten Sitzung befasste sich der Inzeller Gemeinderat ausschließlich mit Bauangelegenheiten, die allesamt die Bürgervertretung ohne Gegenstimme passierten.


Als erster Tagesordnungspunkt wurde die dritte Änderung des Bebauungsplans »Gschwall Nord« behandelt, zu der es wegen des Einwands eines Bauherren kommt. Durch die Änderung soll es künftig bei Grundstücken mit steilerer Hanglage möglich sein, von der Festsetzung bezüglich der Oberkante Fertigfußboden talseitig abzuweichen. Für eine Abweichung soll aber immer ein Baugenehmigungsverfahren nötig sein. Nachdem die Änderung bereits mit Kreisbaumeister Rupert Seeholzer vorbesprochen worden war, stimmte der Gemeinderat dem Aufstellungsbeschluss ohne Gegenstimme zu.

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Keine Gegenstimme zum Aufstellungsbeschluss gab es auch bei der zweiten Änderung des Bebauungsplans »Gaststätte und Ferienwohnungen Hutterer«. Hintergrund ist ein Bauantrag auf Errichtung von weiteren Ferienwohnungen in einem Doppelbungalow im südlichen Hangbereich des bestehenden Gebiets, dort wo derzeit der Kinderspielplatz angelegt ist.

Keine Einwände gab es aus dem Gemeinderat auch zu einer geplanten Anhebung eines Dachstuhls an der Gamskogelstraße um einen Meter; dort soll eine Dachgeschoßwohnung entstehen. Ein weiterer Bauantrag betraf die Hotelanlage Bayerischer Hof an der Lärchenstraße. Der Betreiber plant dort den Abriss eines in Richtung Kreuzfeldstraße stehenden Anbaus sowie ersatzweise den Neubau eines eingeschoßigen Anbaus mit rund 120 Quadratmetern Fläche für eine Spülküche. Außerdem beantragten die Bauherren eine Nutzungsänderung im Haupthaus für die Errichtung einer 150 Quadratmeter großen Betriebsleiterwohnung im Obergeschoß sowie die Errichtung von mehreren Personalräumen; dieser Gebäudeteil ist im Rohbau bereits vorhanden.

Rudi Heitauer wollte dazu wissen, ob der geplante Einbau von Personalwohnungen baurechtlich abgesegnet sei und die Maßnahme den bereits einmal besprochenen Vorstellungen der Gemeinde entspräche. Bürgermeister Hans Egger bestätigte beide Punkte, sodass die Bürgervertretung ohne Gegenstimme das gemeindliche Einvernehmen mit der Baumaßnahme herstellte.

Grünes Licht für Wohnhaus am Staufenweg

Grünes Licht gab es auch für einen Bauantrag auf Errichtung eines Wohnhauses ohne Keller mit einer Grundfläche von rund 135 Quadratmetern am Staufenweg; dort werden außerdem eine Garage mit zusätzlichem Technikraum (93 Quadratmeter) und ein Nebengebäude mit einer Grundfläche von 18 Quadratmetern entstehen.

Das geplante Bauvorhaben liegt im Bereich des Bebauungsplans »Würau, Staufenweg Nord«. Das geplante Wohnhaus und das gesamte Grundstück müssen behindertengerecht ausgestattet sein, da der Ehemann der Antragstellerin auf den Rollstuhl angewiesen ist. Dies sei laut Bürgermeister auch der Grund, warum in diesem Fall gravierende Abweichungen von den Festlegungen des Bebauungsplans und den Vorgaben zur Grundflächenzahl toleriert werden; Egger betonte, dass Nachbarn durch die Abweichungen aber nicht beeinträchtigt würden.

Rudi Heitauer nahm abschließend Bezug auf einen Artikel im Traunsteiner Tagblatt mit der Botschaft, dass sich Inzell von Gewinnen aus der Max-Aicher-Arena verabschieden müsse. Seines Wissens nach sei allen Beteiligten von Anfang an klar gewesen, dass es keine Gewinne geben werde. Trotzdem standen und stehen laut Heitauer die Verantwortlichen in der Gemeinde nach wie vor uneingeschränkt hinter der Eishalle und der dort arbeitenden Mannschaft. Dem pflichteten der Bürgermeister und die übrigen Gemeinderäte bei. wb

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