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Grusel-Clowns sorgten für Aufregung

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Die sogenannten Grusel- oder Horror-Clowns sind auch in der Region angekommen: Zu zwei Vorfällen kam es am Samstag in Freilassing. Eine Gruppe von Kindern wurde am Samstagnachmittag beim Rollerbladen vor der Mittelschule in Freilassing Opfer eines »Clown-Übergriffs«. Nach Zeugenschilderung sollten die beiden Träger der Gruselmasken im jugendlichen Alter und in Begleitung zweier Nichtmaskierter gewesen sein.


Da die Eltern sofort die Polizei verständigten, konnte umgehend eine umfangreiche Fahndung mit mehreren Streifenfahrzeugen einleiten werden. Diese blieben aber erfolglos.

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Am Montagvormittag erreichte die Polizeiinspektion Freilassing dann eine weitere »Clown-Meldung«. Mindestens fünf Jugendliche sollen am Sonntagnachmittag mit Clownmasken im Bereich der Grundschule von Freilassing herumgelaufen sein. Zu einer Straftat kam es nach Polizeiangaben nicht.

Auch in Bad Reichenhall sorgte ein Grusel-Clown am Sonntagabend am Bergweg für Aufregung. Ein Anwohner hat gegen 20 Uhr die Polizei verständigt, nachdem er kurz zuvor einen Clown mit roter Perücke, roter Nase und Stock, der in Richtung Bayerisch Gmain unterwegs war, gesehen hatte. Jugendliche liefen hinter dem Clown her, der dann aber in der Dunkelheit über die Wiesen am Streitbichl verschwand.

Phänomen kommt aus den USA

Hintergrund der Verkleidungsaktion dürfte wohl das derzeit unsinnige Phänomen aus Amerika sein. Clowns erschrecken Passanten mit Gegenständen oder Werkzeugen in den Händen und erinnern an Szenen aus Horrorfilmen.

Zu einer solchen Aktion scheint es aber nach bisheriger Erkenntnis der Polizei am Bergweg nicht gekommen zu sein. Was der »Spaßvogel« unter der Clownmaske beabsichtigte, ist unklar. Mehrere Streifen suchten nach dem Clown, dieser blieb jedoch verschwunden.

Die Polizei warnt nun Nachahmer: Aus vermeintlichen Spaßvögeln können schnell Straftäter werden. Denn es stehen Straftatbestände wie Bedrohung, Nötigung und Körperverletzung im Raum.

Ein Trend, der Gerhard Huber, dem Leiter der Polizeiinspektion Freilassing, Sorgen bereitet: »Es kommt leicht dazu, dass jemand geschädigt oder traumatisiert wird. Das sind keine unangemessenen Streiche mehr, sondern es stehen Straftatbestände wie Bedrohung, Nötigung oder Körperverletzung im Raum. Leider müssen wir auch beobachtet, dass sich in den sozialen Netzwerken bereits Aufrufe zur Selbstjustiz finden.« zu solchen Mittel zu greifen, davor warnt die Polizei ausdrücklich. fb