weather-image
12°

Grundtalent, »bisserl« Fleiß, viel bayerische Gemütlichkeit

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Direktor Dr. Robert Anzeneder überreichte Präsente an die besten Abiturientinnen (von links): Marina Babl, Katharina Hagenau und Katharina Gradl. (Foto: Mix)

Traunreut. 51 Abiturienten haben am gestrigen Freitag im Johannes-Heidenhain-Gymnasium in Traunreut ihre Abiturzeugnisse bekommen und sind feierlich aus der Schule entlassen worden. Gleich drei Absolventinnen des Jahrgangs schafften die Traumnote 1,0: Marina Babl, Katharina Gradl und Katharina Hagenau. Markus Hinterreiter erhielt das Heidenhain-Stipendium.


Die Abschlussklasse 2013 war ein »besonderer Jahrgang«, wie bei den Ansprachen bei der Abiturfeier mehrmals zu hören war. Jeder Dritte von ihnen hatte beim Abitur eine Eins vor dem Komma. Und auch was das soziale Engagement und den Zusammenhalt angeht, sticht diese Klasse offenbar aus den übrigen Jahrgängen heraus.

Anzeige

Breite Bildung auf hohem Level

Direktor Dr. Robert Anzeneder ging in seiner Ansprache an die scheidenden Schüler auf die immer wieder zu hörende Kritik am deutschen Schulsystem und am G 8 im Besonderen ein. Wenn nur die Hälfte der Vorwürfe gegen das achtjährige Gymnasium stimme, so müssten die Abschlussschüler allesamt total verängstigt, gestresst und völlig am Ende vor ihm sitzen und dürften nicht in der Lage sein, ihrer Zukunft gerecht zu werden. Genau das Gegenteil sei jedoch der Fall. »Entgegen aller Kritik ist das deutsche Bildungssystem an unseren Schulen sehr wohl in der Lage, gebildete Menschen hervorzubringen«, betonte Anzeneder. In den vergangenen Jahrzehnten sei die Leistung sogar erheblich gestiegen. Gymnasiasten erhielten eine sehr breite Bildung auf hohem Level.

Bürgermeister Franz Parzinger hob hervor, dass es nun an den Absolventen liege, was sie aus dem »soliden Grundstein Abitur« machen würden. In Deutschland seien Menschen mit Sachverstand und Führungsqualitäten immer gefragt. Elternbeiratsvorsitzender Christian Stoib nannte das Abitur einen »Türöffner«, einen Schlüssel, der viele Türen öffnen könne. Diesen Schlüssel hätten die jungen Menschen nicht zufällig gefunden, sondern sich hart erarbeitet.

David Tate und Alexandra Karrasch ließen im Namen der Schüler ihre Schulzeit Revue passieren. Tate verriet das Geheimrezept des Abiturjahrganges für Erfolg: ein wenig Grundtalent, ein »bisserl« Fleiß und viel bayerische Gemütlichkeit hätten sich bei ihnen als wahres Erfolgsrezept herausgestellt. Ein weiteres Geheimnis ihres Erfolges sei das soziale Engagement der Einzelnen in unterschiedlichen Vereinen.

Im Namen der Johannes-Heidenhain-Stiftung überreichte Karl Ittameier das diesjährige Stipendium. Mit dem Stipendium zeichnet die Stiftung nach seinen Worten Menschen aus, »die mehr bringen als 1,0 und die auch mehr bringen als nur fleißig zu sein, die ein Herz haben für andere und im Leben Verantwortung übernehmen«. Bei diesem Jahrgang sei die Wahl besonders schwierig gewesen, da alle sehr engagiert waren.

Drei Bewerber kamen in die engere Auswahl. Alexandra Karrasch und Monika Perschl wurden von Anzeneder für ihr besonderes Engagement in der SMV und bei unzähligen Gelegenheiten während ihrer Schulzeit ausgezeichnet. Markus Hinterreiter, der das Abitur mit der Note 1,5 ablegte und Physik studieren wird, erhält das Heidenhain-Stipendium in Form einer monatlichen finanziellen Zuwendung. Karl Ittameier meinte in Bezug auf die drei Bewerber: »Solche Gewächse wachsen da, wo das Klima stimmt, wo die Eltern drauf schauen und sie fördern, wo Lehrkräfte in ihrem Gedächtnis und in ihren Herzen bleiben.« mix