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Grundstückssuche für Bergader gut angelaufen

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Waging am See – Die Suche nach geeigneten Standorten für eine Aussiedlung von Teilen der Produktion der Bergader-Privatkäserei scheint erfolgreich zu verlaufen. Drei Grundstücke seien mittlerweile in der engeren Auswahl. Diese seien auch von der Regierung positiv beurteilt worden, berichtete Geschäftsleiter Franz Röckenwagner. Allerdings sei die Verfügbarkeit noch nicht nachgefragt worden.


Wie berichtet, hatte die Planungsgruppe Straßer und Partner ein rundes Dutzend an Grundstücken in Augenschein genommen, von denen jetzt drei näher geprüft werden und bereits der Regierung zur Begutachtung vorgelegt wurden. Auch der Kreisbaumeister sei bereits in die Prüfung mit einbezogen worden. Die Regierung habe in ihrer grundsätzlich positiven Reaktion »anerkannt, dass die Teilaussiedlung von Bergader für die Gemeinde eine große Bedeutung« habe, wie Röckenwagner verlas. Bergader wolle demnach im September »ein Signal geben«, wie die Grundstückssituation beurteilt werde und welche Weiterentwicklung überhaupt angestrebt werde.

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Weitere »Bufdi«- Stelle beantragen

Die Marktgemeinde Waging am See will für die Betreuung von Asylsuchenden eine weitere Stelle für den Bundesfreiwilligendienst beantragen: Der oder die »Bufdi« soll, falls der Antrag genehmigt wird und sich ein passender Bewerber findet, die ehrenamtlichen Mitglieder der Helferkreise unterstützen. Einstimmig folgte der Gemeinderat in seiner Sitzung diesem Wunsch der Helferkreise. Mögliche Einsatzbereiche könnten laut Geschäftsleiter Franz Röckenwagner die folgenden Aufgaben sein: Unterstützung bei der Unterbringung und Versorgung, Hilfen bei der Integration im Alltag, Freizeitaktivitäten und Bildungsangebote, Vermittlung von bürgerschaftlichen Engagements an die Flüchtlinge.

Wie Röckenwagner weiter erläuterte, würde eine »Bufdi«-Stelle die Gemeinde bei 39 Wochenstunden ein Gehalt von 400 Euro und zusätzlich noch 40 Prozent an pauschalen Sozialabgaben kosten, zusammen also 560 Euro. Allerdings hält man bei der Gemeinde ein Stundenaufkommen von 20 für durchaus ausreichend, sodass sich deutlich geringere Kosten ergeben würden, zumal es ja vom Bund dafür noch Förderungen gibt. So könnte eine 20-Stunden-Stelle für die Gemeinde schon für einen finanziellen Aufwand von etwa 150 Euro im Monat möglich sein. Zudem bedürfen die »Bufdis« einer besonderen pädagogischen Betreuung, was bedeutet, dass sie, um für ihren Einsatz qualifiziert zu sein, eine gewisse Anzahl von Kursen beziehungsweise Stunden absolvieren müssen.

Dritte Bürgermeisterin Hedwig Witzleben appellierte an den Gemeinderat, die Stelle beziehungsweise den Antrag auf eine solche Stelle zu befürworten. Denn die Mitglieder der Helferkreise seien mit ihren Aufgaben stark belastet und wären froh um regelmäßige Hilfe. Dass der Bedarf da ist, zeige auch die Tatsache, dass diese Stellen vom Bund gefördert werden. Georg Huber sah für die Zukunft noch weitere Aufgaben für einen »Bufdi« im Asylbereich: Kommendes Schuljahr kommen weitere Flüchtlingskinder in die Schule; und da seien erst recht Hilfe und Begleitung notwendig.

Mit dem Bau könnte im Frühjahr begonnen werden

Die Regierung von Oberbayern hat der Gemeinde vor wenigen Tagen den vorzeitigen Maßnahmenbeginn für den Breitbandausbau genehmigt. Das heißt, dass nun bald ein Kooperationsvertrag mit der Telekom abgeschlossen werden kann. Vom Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bleibe der Telekom dann ein Jahr Zeit, die Maßnahmen zu realisieren. Die ersten baulichen Schritte könnten wohl kommendes Frühjahr eingeleitet werden.

Geändert hat sich die Gemeindegrenze zwischen den Gemeinden Waging und Kirchanschöring. Nachdem die Gemeindestraße von Tettenhausen nach Gut Horn auf einer Teilstrecke von rund 150 Metern vor einigen Jahren verbreitert worden war, ist jetzt festgestellt worden, dass ein Teil der Straße auf Kirchanschöringer Grund liegt. Gemeindestraßen müssten aber, klärte Geschäftsleiter Röckenwagner auf, vollständig auf dem Grund der Gemeinde liegen, die für die Straße zuständig ist. Dabei handelt es sich im konkreten Fall um eine Fläche von 339 Quadratmetern, um die die Marktgemeinde Waging am See nun größer wird. Das Umgemeindungsverfahren wird nun nach einstimmigem Beschluss des Gemeinderats beim Landratsamt beantragt. Der Gemeinderat Kirchanschöring hatte dem bereits in seiner Juni-Sitzung zugestimmt. he

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