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Grundschule bei Ganztags-Pilotprojekt dabei

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Die Franz-von-Agliardis-Grundschule ist bei der Pilotphase für offene Ganztagsangebote für Grundschüler dabei. (Foto: Mergenthal)

Teisendorf – An der Pilotphase für offene Ganztagsangebote in Bayern kann die Franz-von-Agliardis-Grundschule Teisendorf ab dem Schuljahr 2015/2016 teilnehmen. Sie wurde von der Regierung von Oberbayern dafür vorgeschlagen. Derzeit sucht die Gemeinde noch einen freien Träger für die Betreuung der Schüler bei den geplanten neuen Angeboten. Aktuell gibt es Gespräche mit dem Traunsteiner Anbieter KoniS (Konzepte individueller Sozialpädagogik). Bei der Caritas passe diese Art der Betreuung nicht ins Angebotsspektrum, und die Jugendhilfe Jonathan plane derzeit keine neuen Projekte, erläuterte Bürgermeister Thomas Gasser im Gemeinderat.


Der flächendeckende und bedarfsgerechte Ausbau von Ganztagsangeboten für Schüler sei ein vorrangiges Ziel der Staatsregierung. Er stelle einen wesentlichen Beitrag zur zukunftsorientierten Weiterentwicklung des bayerischen Bildungswesens dar. Im Rahmen des »Ganzstagsgipfels« am 24. März haben die Staatsregierung und die Kommunalen Spitzenverbände laut Gasser neben der Weiterführung der gebundenen Ganztagsschule die schrittweise Einführung offener Ganztagsangebote für Grundschüler ab 2016/2017 beschlossen.

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Bereits ab kommenden September können im Rahmen einer Pilotphase bis zu 300 Gruppen mit offenen Ganztagsangeboten für die Jahrgangsstufen 1 bis 4 an ausgewählten Schulstandorten eingeführt werden.

Dem vorgeschlagenen Standort Teisendorf stimmte inzwischen auch das Bayerische Kultusministerium zu, sodass die Gemeinde einen Antrag auf Einrichtung eines offenen Ganztagsangebots für Grundschüler stellen kann.

Laut Gasser ist geplant, zunächst eine Ganztagsgruppe für Dritt- und Viertklässler einzurichten, die mindestens 14 Schüler umfassen soll. Auch Mittelschüler könnten hier betreut werden. Die Betreuung müsse an mindestens vier Wochentagen (Montag bis Donnerstag) bis 16 Uhr erfolgen und sei für die Schüler kostenfrei mit Ausnahme der Mittagsverpflegung. Für ergänzende Angebote nach 16 Uhr und auch am Freitag könnten Beiträge erhoben werden. Eine solche Gruppe werde mit jährlich 23 700 Euro gefördert, eine verlängerte Mittagsbetreuung hingegen nur mit 9000 Euro.

Weiter gab der Bürgermeister bekannt, dass am 1. Juni die Messungen im Rahmen der Kommunalen Verkehrsüberwachung begonnen haben. Der Gemeinderat hatte im September beschlossen, mit dem Zweckverband (ZV) Kommunale Verkehrsüberwachung Südostbayern eine Zweckvereinbarung für die Überwachung des fließenden Verkehrs für eine Testphase von zwei Jahren abzuschließen. Nach Auswertung dieser Testphase wird über eine endgültige Mitgliedschaft entschieden. Die Zweckvereinbarungen sind laut Gasser nun unterzeichnet. In Kooperation mit zum ZV und der Polizei Freilassing seien zwölf Geschwindigkeitsmessstellen festgelegt worden. Die Messtage würden vom ZV und die Messorte von der Gemeindeverwaltung festgelegt. In diesem Zusammenhang bat FWG-Gemeinderat Johann Niederstraßer, die Tempo-60-Vorgabe an der Straße von Weildorf nach Eichham zu prüfen; sie entspreche nicht den gesetzlichen Vorgaben.

In seiner Maisitzung hatte der Gemeinderat verschiedene Aufträge vergeben, wie Gasser berichtete. Den Auftrag für die Errichtung einer Druckleitung mit Pumpstation zwischen der Kläranlage Rückstetten und Mehring erhielt die Firma LKW aus Schönau. Weiter beschloss der Gemeinderat, an der Bündelausschreibung Strom für die Lieferjahre 2017 bis 2019 teilzunehmen. Es sollen zu 100 Prozent Ökostrom beschafft werden.

Einen Ausblick gab der Bürgermeister auf den bundesweisen »Tag des offenen Denkmals« am 13. September, der heuer unter dem Motto »Handwerk, Technik, Industrie« steht. Aus der Gemeinde nehmen das Bergbaumuseum Achthal mit einer Sonderführung und die Maiermühle teil. Die Mühle ist dabei in Betrieb. vm