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Der Kreisverkehr am Gewerbegebiet Oberwinkl (unser Bild) und auch der nördlich der Autobahn unweit des Grabenstätter Pendlerparkplatzes gelegene Kreisverkehr sollen einladender gestaltet werden. Die entsprechende Anregung der Freien Wähler stieß im Gemeinderat und in der Gemeindeverwaltung auf positive Resonanz. (Foto: M. Müller)

Grabenstätt – Die von den Freien Wählern angeregte Verschönerung der Kreisverkehre im Süden Grabenstätts sowie die Aufwertung des nördlichen Ortsausgangs waren jetzt Thema im Gemeinderat.


Gemeinsam mit dem Traunsteiner Künstler Rolf Wassermann habe man bereits zu Beginn des Jahres intensiv über mögliche Gestaltungsvarianten diskutiert, betonte Andreas Danzer (FW). Die Vorschläge von damals seien allerdings nur als Anregung gedacht, wie man die Ortseingänge einladender gestalten könnte. Für die beiden Kreisverkehre schlage der Künstler Stahlschnitte vor, mit denen sich eine Gruppe Römer und ein Fischschwarm darstellen ließen. Mit den Römerfiguren könnte man auf die Vor- und Frühgeschichte Grabenstätts und auf das Römermuseum verweisen, so Danzer. Auf das Fischmotiv sei man gekommen, weil Grabenstätt einst das älteste und größte Fischerdorf am Chiemsee gewesen sei.

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Hans Pertl (CSU) meinte, dass die Römer besser nach Erlstätt passen würden, wo man bekanntlich auf deutlich mehr römische Funde gestoßen sei. Geschichtlich sollte das Ganze schon stimmig sein, stieß Gerhard Wirnshofer (Bürgergruppe) in dasselbe Horn. Mit Blick auf das Vogelschutzgebiet in der Hirschauer Bucht favorisierte Anita Kohlbeck (SPD) als Motiv »Vögel statt Fische«. Auch im Verkehrsverein habe man sich immer wieder mit der Verschönerung besonderer Plätze im Ort beschäftigt, sagte dessen 2. Vorsitzende Christl Stefanutti (CSU). Was die Gestaltung der besagten Örtlichkeiten anbelange, sollte man sich von anderen Gemeinden inspirieren lassen und einige besonders schöne Kreisverkehre besichtigen, so Stefanutti.

Wie Danzer weiter ausführte, wäre die freie Fläche am nördlichen Ortseingang gegenüber dem Gasthof Chiemseebräu prädestiniert für eine Anlaufstelle für Touristen. So könnte man dort in der Wiese eine kleine Parkfläche mit beleuchtetem Ortsplan ausgestalten.

Auch die Gemeindeverwaltung sei der Meinung, dass an einer geeigneten Stelle am Ortsrand eine entsprechende Informationseinrichtung geschaffen werden sollte, wo man an die historischen Wurzeln Grabenstätts und Erlstätts erinnern und auf Sehenswürdigkeiten verweisen könnte, so Bürgermeister Georg Schützinger. Der Standort sollte sich aber gut in das Ortsbild einfügen. Zudem müsste er öffentlichkeitswirksam sein, ohne allerdings den fließenden Verkehr zu behindern, sagte Schützinger.

Auch bei der Gestaltung der beiden Kreisverkehre an der Autobahn sehe die Verwaltung Handlungsbedarf. »Wir müssen aber zunächst schauen, wo wir eine Förderung bekommen«, betonte der Rathauschef. Es sei sinnvoll, von Anfang an den LAG-Manager Christian Fechter mit einzubeziehen. Dieser unterstütze die Gemeinde bei der Erarbeitung, Beantragung und Abwicklung von Projekten im Rahmen des Leaderförderprogramms. Man habe die Vorschläge und Anregungen aus dem Gremium zur Kenntnis genommen und sehe diese »als Grundlage weitere Diskussionen«, ließ Schützinger abschließend verlauten. mmü