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Grund- und Mittelschule wird erweitert

Siegsdorf. Roland Dohlus, Rektor der Grund- und Mittelschule in Siegsdorf (GMS), gab in der jüngsten Gemeinderatssitzung einen Einblick über die aktuelle Situation im Schuljahr 2013/14 und machte einen Ausblick bis in das Jahr 2018.

Um die fehlenden zwei Klassenzimmer auszugleichen, wurden im Pausenraum der Grund- und Mittelschule Siegsdorf  zwei Container aufgestellt, in  denen  jeweils eine  siebte Klasse unterrichtet wird. Die Schüler haben sich schon mit der neuen Umgebung angefreundet und zusätzlich soll nur noch der Aufgang zum »Klassenraum« überdacht werden. (Foto: Wegscheider)

Dohlus, der nach dem berufsbedingten Ausscheiden des ehemaligen Konrektors Willi Robl nun auch Verbundkoordinator ist, lieferte in der sogenannten Oktoberstatistik eine Prognose der Schülerzahlen in Siegsdorf für die nächsten fünf Jahre. Derzeit werden 539 Schüler in 25 Klassen unterrichtet. Dabei sind in der Grundschule elf Klassen und in der Hauptschule 14 Schulklassen. Da momentan in Siegsdorf nur 23 Klassenzimmer zur Verfügung stehen, wurden zwei Container aufgestellt, in denen in diesem Schuljahr zwei 7. Klassen unterrichtet werden. Geplant ist im kommenden Jahr ein Anbau an das bestehende Schulhaus mit zusätzlichen Klassenzimmern, so dass die beiden Container wieder entfernt werden können.

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Die zahlenmäßige Schätzung, die auf Grundlage der Geburten in Siegsdorf basiert, läuft darauf hinaus, dass bis zum Schuljahr 2017/18 die Zahl der Schüler in Siegsdorf kontinuierlich auf 584 steigt. Das Raumangebot wird auch dann ausreichen, denn die Schülerzahl ist derzeit in manchen Klassen sehr gering und kann auch bei steigenden Zahlen aufgefangen werden. Insgesamt sind 51 Lehrer im Einsatz. Aufgrund dieser hohen Zahl entstand ein Mangel an Parkplätzen. Doch dieses Problem wurde Dank der Mithilfe der Gemeinde zwischenzeitlich entschärft.

Eine Bitte zur finanziellen Unterstützung richtete Rektor Dohlus noch an den Gemeinderat. Die Arbeit der beiden Sozialpädagogen hat sich in der Mittelschule bestens bewährt. Allerdings ist die Jugendsozialarbeit an Schulen (JAS) nicht für die Grundschule vorgesehen und wird daher nicht gefördert. Allerdings wäre dies nötig, betonte Dohlus. Eine Halbtageskraft sei hierfür wünschenswert. Zudem bestehe Handlungsbedarf bei der Arbeitszeit der Schulsekretärin. Laut Dohlus sind Mittelschulen »weniger wert« als Realschulen und deshalb wird in der GMS nur eine dreiviertel Kraft bezahlt, wogegen in der Realschule eine 1,5 Kraft übernommen wird. Die Arbeit sei aber die Gleiche, betonte er.

Angesprochen auf die Rückmeldungen der Schüler und Eltern über die Unterbringung im Container entgegnete Dohlus, dass es keinerlei Probleme gebe und die Einstellung zur ungewohnten Unterbringung durchaus positiv sei.

Dann stellte sich noch der neue Stellvertreter Franz Wögerbauer vor. »Mir macht der Umgang mit den jungen Leuten nach wie vor Spaß und durch die neue Aufgabe bedeutet das für mich eine zusätzliche Motivation. Es ist zwar eine Zusatzanforderung, doch durch die neue Stelle fühlt man sich auch gefördert und anerkannt«, betonte Wögerbauer.

Im Anschluss ging Bürgermeister Thomas Kamm noch auf den Neubau an der Grundschule ein. Der Anbau wird an der Nordseite durchgeführt und es sollen dabei im Obergeschoß vier neue Klassenzimmer entstehen. Im Erdgeschoß sind die Aula, ein Musikzimmer, ein Kursraum und ein Förderzimmer geplant und der Werkraum mit 20 Arbeitsplätzen und vier Räume für die Ganztagsschule (derzeit 39 Schüler) mit einem Zugang zum Garten im östlichen Teil sollen im Untergeschoß Platz finden.

Geplant ist auch ein durchgehender Aufzug, um einen barrierefreien Zugang zu allen Räumen zu erhalten. Nach längerer Diskussion mit einigen Änderungswünschen stimmte der Gemeinderat für die Einreichung des Bauantrages. hw