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Grünes Licht fürs Projekt »Klassenmusizieren«

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Inzell. Der Inzeller Gemeinderat hat sich in seiner jüngsten Sitzung einstimmig dafür ausgesprochen, das »Klassenmusizieren«, ein gemeinsames Projekt von Grundschule und Musikschule Inzell, fünf Jahre lang finanziell zu unterstützen. Projektstart wird am 14. Februar 2014 sein. Aktuell haben 48 Grundschüler ihr Interesse am Projekt bekundet.


Die Rektorin der Grundschule, Elke Thurmayr, und der Leiter der Musikschule, Heinrich Albrecht, stellten in der Sitzung das Konzept des Klassenmusizierens gemeinsam vor. Es sieht vor, dass Grundschüler aus der ersten bis vierten Klasse einmal pro Woche eine Doppelstunde lang Unterricht in einer Bläser- oder Streichergruppe erhalten. Die Teilnahme ist freiwillig, den Unterricht erteilen Lehrer der Musikschule. Grundschüler, die nicht am Klassenmusizieren teilnehmen wollen, haben parallel dazu ihren ganz normalen Musikunterricht. Die Musizierklassen bekommen zusätzlich am Nachmittag noch einmal zwei Schulstunden lang Kleingruppenunterricht, um jeden individuell fördern und ausbilden zu können.

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In der Grundschule könnten die jungen Nachwuchsmusikanten dann bei Feierlichkeiten und besonderen Festen spielen, so die beiden Schulleiter. Auf Nachfrage meinte die Rektorin, dass die Unterrichtsstunden so liegen sollen, dass die Projektteilnehmer den regulären Schulbus benutzen können.

Heinrich Albrecht stellte dann das Finanzierungskonzept vor, das erst final aussagekräftig sei, wenn die definitiven Anmeldungen vorliegen würden. Seine Berechnung gilt für ein Jahr und geht von einer finalen Teilnehmerzahl von 30 Mädchen und Buben aus. Der Finanzbedarf für die Lehrkräfte der Musikschule würde demnach um etwa 10 000 Euro steigen. Bei verschiedenen Fördervereinen sind Zuschussanträge mit einem Volumen von etwa 3000 Euro beantragt. Dazu kämen Eigenanteile der Teilnehmer, die mit etwa je 10 Euro angesetzt sind. 5000 Euro sollte schließlich die Gemeinde übernehmen.

Bedenken aus dem Gemeinderat, dieses Projekt könnte die Anmeldungen an der Musikschule selber zurückgehen lassen, konnte Albrecht anhand von Erfahrungswerten aus anderen Gemeinden zerstreuen. Trotz weiterer Vorbehalte bezüglich der Finanzierbarkeit, angesichts knapper Finanzmittel und vieler Pflichtaufgaben der Gemeinde sprachen sich die Räte schließlich einstimmig dafür aus, das Projekt fünf Jahre lang zu unterstützen. wb