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Grünes Licht für Waldkindergarten

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Übersee. Nach zweimaliger Vertagung im Bauausschuss und zwei Ortsterminen hat der Bauausschuss in Übersee in seiner jüngsten Sitzung am Donnerstag aufgrund geänderter Eingabepläne nun den Waldkindergarten abgesegnet. Mit fünf zu vier Stimmen fiel die Entscheidung knapp aus.


Die wiederkehrenden Bedenken der Gemeinderäte hatten sich vorrangig gegen den Standort gerichtet. Vor allem verkehrstechnische Probleme am Bring- und Abholplatz und ein hohes Sicherheitsrisiko für die Kinder durch einen Holzofen im Bauwagen als Schutz- und Aufenthaltsraum, waren ihnen ein Dorn im Auge. Hinzu kam ein Bürgerprotest von rund 80 Anliegern wegen eines befürchteten vermehrten Verkehrsaufkommens.

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Nach den entsprechenden Auflagen, diese Defizite noch einmal zu überarbeiten, hatten die Organisatoren des Waldkindergartens nun ergänzte Eingabepläne eingereicht. Danach sollen bis zu sechs Parkplätze quer zur Fahrbahn an der Wessener Straße geschaffen und an der südseitigen Straßenseite ein befestigter Streifen angelegt werden.

Wie die Polizeiinspektion Grassau bestätigte, werde somit der Verkehr auf der Wessener Straße während der Bring- und Abholdienste der Eltern nicht beeinträchtigt. Die brandschutzrechtlichen Bedenken wollen die Organisatoren mit dem Austausch des Holzofens in einen speziell für Bauwägen geeigneten Gasofen ausräumen.

Während Hans Schönberger (Freie Bürgerliste) nun keine Probleme mehr sah, tat sich Stefan Haneberg (Aktive Demokratie für Übersee) ein bisschen schwerer. Er gab zwar die Beeinträchtigungen für die Anlieger zu, stimmte aber letztlich »nach Abwägung aller Interessen« ebenfalls zu.

Als »höchst gefahrenreich« für die Kinder bewertete Elisabeth Titz (CSU) die Verkehrssituation an den geplanten Parkplätzen in einer Kurve direkt an der Straße. Außerdem hält sie die Standortpräparierung für den Bauwagen als Eingriff in die Natur. Auch Uschi Geiger (CSU) und Bürgermeister Marc Nitschke ließen sich ihre Sicherheitsbedenken gegen den Standort durch die geänderte Sachlage nicht ausreden. Zusammen mit Alois Huber (CSU) stimmten sie gegen den Bauantrag. bvd