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Grünes Licht für Sanierung des Neukirchner Bads

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Seit 2015 außer Betrieb, soll das Freibad in Neukirchen bereits 2018 wiedereröffnet werden. (Foto: Mergenthal)

Teisendorf – Ein weiterer Schritt zur Sanierung des Schwimmbads Neukirchen ist geschafft: Einstimmig billigte der Bau- und Umweltausschuss der Marktgemeinde Teisendorf das Vorhaben nun planungsrechtlich. Die Wiedereröffnung des seit Ende August 2015 geschlossenen und im Dorf sehr beliebten Bads ist in der Badesaison 2018 geplant.


Der Marktgemeinderat hatte bereits im Juli grünes Licht für die Sanierung des Bads für rund eine Million Euro gegeben. Die aktuelle Kostenschätzung, die dem kürzlich beschlossenen Gemeindehaushalt zu Grunde liegt, sieht Gesamtkosten – einschließlich Planungskosten – in Höhe von 1,208 Millionen Euro vor. Einen Teilbetrag von 683 000 Euro hat die Gemeinde bereits im diesjährigen Haushalt eingestellt. 30 000 Euro Eigenanteil und 3000 freiwillige Arbeitsstunden will der Verein »Schwimmbadfreunde Neukirchen« dazu beisteuern. Seine Mitgliederzahl ist seit dem Ratsbeschluss im Juli von 465 auf 499 Personen angewachsen.

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Da das Vorhaben im Außenbereich liegt, oblag es nun dem Bauausschuss, das Einverständnis der Gemeinde auszusprechen. Wie Bauamtsleiter Theo Steinbacher feststellte, beeinträchtigt die Maßnahme »durch die Ausführung oder Benutzung keine öffentlichen Belange«, und die Erschließung sei gesichert. Im Flächennutzungsplan sei das Gebiet als Grünfläche mit der Zweckbestimmung »Freibad« dargestellt.

Gemeinsamer Abstimmungstermin anvisiert

Zu Gast in der Sitzung waren Johann Helminger, Vorsitzender der »Schwimmbadfreunde Neukirchen«, und Planer Markus Fritsche. Fritsche berichtete, dass nach Abschluss der Planungsarbeiten, auch für die Schwimmbadtechnik, ein gemeinsamer Abstimmungstermin mit allen Beteiligten, wie zum Beispiel Gesundheitsamt oder Bauaufsichtsbehörde, vorgesehen ist. Damit sollen bereits im Vorfeld Vorgaben, zum Beispiel im Hinblick auf die Barrierefreiheit oder auf die Wassertechnik, geklärt werden, so dass die Planung entsprechend angepasst werden kann.

Einstimmig befürwortete der Ausschuss auch den Bau eines besonderen Einfamilienhauses mit Garage im Neubaugebiet »Vogelau II« in Teisendorf. Der Bauwerber möchte sein Haus in der Teisendorfer Baukultur und Bautradition errichten und braucht dafür aber einige Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans »Vogelau II«.

Bereits 2007 hatte er einen entsprechenden Bauantrag gestellt und auch schon einige dieser Befreiungen erhalten, doch das Vorhaben aus persönlichen Gründen vorübergehend zurück gestellt. Nun möchte er seinen Traum endlich verwirklichen. Die Firstrichtung soll dafür von Nord-Süd auf West-Ost gedreht werden und die Dachneigung von 24 bis 28 Grad auf 21 Grad geändert werden. Ein Holzschuppen mit Pultdach, das mit so- genannten »Schwandorfer Schindeln« gedeckt wird, soll außerhalb der Baugrenzen errichtet werden.

Die Ausschussmitglieder zeigten sich aufgeschlossen. Alois Stadler (CSU) verwies darauf, dass auch bei anderen Häusern im Neubaugebiet die Firstrichtung schon gedreht wurde. »Ich glaube, dass so- was bei uns absolut her passt«, betonte Markus Putzhammer (CSU). Die Häuser müssten nicht immer im »Fertighaus-Stil« errichtet werden. »Mir gefällt es auch«, pflichtete Sissy Lang (FWG) bei. Steinbacher betonte, planungsrechtlich sei das Ganze »absolut in Ordnung«.

Behindertengerechtem Wohnbau zugestimmt

Ebenso ohne Gegenstimme zeigte sich der Ausschuss mit einer behindertengerechten Wohnhauserweiterung mit landwirtschaftlichem Maschinenunterstand in Hinterschnaitt einverstanden. Für ein Kind im Rollstuhl plant die Familie einen behindertengerechten Wohnteil. Nachdem ein erster eingereichter Plan nicht umsetzbar gewesen sei, habe der Bauwerber umgeplant. Zweiter Bürgermeister Norbert Schader nannte die Planung »sehr gut durchdacht« und äußerte die Hoffnung, dass auch das Landratsamt zustimmt.

Eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans Roll bezüglich der Umgrenzung von Flächen für Nebenanlagen und Garage und bezüglich der Baugrenzen des Hauptgebäudes erteilte der Ausschuss für ein Einfamilienhaus in Neukirchen. vm