weather-image
14°

Grünes Licht für neuen Wohnraum in Ruhpolding

4.7
4.7
Ruhpolding: Neuer Wohnraum
Bildtext einblenden
Diese Wohnblöcke in der »St. Georg-Siedlung« sollen nach den Plänen des Katholischen Siedlungswerks München durch Neubauten ersetzt werden. (Foto: Burghartswieser)

Ruhpolding – Einstimmig gab der Gemeinderat Ruhpolding in seiner jüngsten Sitzung grünes Licht für die Änderung des Bebauungsplans »Am Steinbach 1« für die Siedlung St. Georg. Das Katholische Siedlungswerk möchte dort drei Wohnblöcke durch Neubauten ersetzten.


Bereits 1957 leistete die Pfarrei in Zusammenarbeit mit dem Diözesansiedlungswerk München und der Gemeinde Ruhpolding einen wichtigen Beitrag zur Linderung der Wohnungsnot. Nun sind die Wohnungen in den Wohnblöcken nach mehr als sechs Jahrzehnten in die Jahre gekommen und entsprechen nicht mehr den modernen Anforderungen.

Anzeige

Dieser Tagesordnungspunkt war bereits im April Thema im Bauausschuss. Nun wurden die Stellungnahmen der Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung behandelt. So habe zum Beispiel die Deutsche Telekom angemerkt, dass Telekommunikationsleitungen nicht verändert oder beschädigt werden dürften, sagte Bauamtsleiter Hans Hechenbichler. Außerdem sei sicherzustellen, dass durch »eventuelle Baumbepflanzungen Bau, Unterhalt und Erweiterung der Telekommunikationslinien nicht behindert werden«. Diese Stellungnahme werde dem Bauherrn zur Kenntnis übersandt, eine Planänderung sei aber nicht zu veranlassen.

Um die Schaffung von nachhaltigem Wohn- und Lebensraum, vor allem für Familien, kostenbewusst zu planen, sollen 14 Parkplätze als Teil der erforderlichen Stellplätze angerechnet werden, heißt es in der Stellungnahme des Katholischen Siedlungswerks München. Auch, wenn derzeit geplant sei, einen Teil der erforderlichen Stellplätze oberirdisch anzulegen, bestehe durch den Planentwurf die Möglichkeit, alle Stellplätze in der Tiefgarage unterzubringen, so Hechenbichler.

Ein Einwand aus der Öffentlichkeitsbeteiligung bringe lediglich privatrechtliche Belange vor, die die Bauleitplanung nicht berühren würden.

Da zuvor schon im Gemeinderat eine neue Ortsgestaltungssatzung verabschiedet wurde (wir berichteten) soll diese nun auch zum Bestandteil des Bebauungsplans erklärt werden. Da aber keine Änderungen notwendig seien, könnte das Aufstellungsverfahren mit dem Satzungsbeschluss abgeschlossen werden, sagte der Bauamtsleiter.

Von Sepp Konhäuser kam die Nachfrage, wie die derzeitigen Bewohner während des Neubaus untergebracht werden sollen. Dazu sagte Hechenbichler, das Katholische Siedlungswerk sei selbst an einer sozial verträglichen Lösung interessiert. Auf einen endgültigen Plan des Bauherrn dafür müsse noch gewartet werden.

Bürgermeister Claus Pichler meinte, dass eine vorübergehende Unterbringung der dort oft schon seit Jahren ansässigen Mieter eventuell sogar in der Siedlung selbst möglich wäre. Schließlich nahm der Gemeinderat den Satzungsbeschluss einstimmig an. hab