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Grünes Licht für den Weiterbetrieb der Brunnen

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»Die Versorgung unserer Gemeinde mit qualitativ hochwertigem Wasser ist weiterhin sichergestellt«, resümierte Bürgermeister Claus Pichler in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Ruhpolding – Eine gute Nachricht hatte Bürgermeister Claus Pichler bei der jüngsten Sitzung des Ruhpoldinger Gemeinderats zu verkünden: Im Rathaus ist die wasserrechtliche Erlaubnis für den Weiterbetrieb der Brunnen Grashof II und III eingegangen – »nach einer langwierigen Genehmigungsprozedur«, wie Pichler betonte. »Damit ist die Versorgung unserer Gemeinde mit qualitativ hochwertigem Wasser weiterhin sichergestellt«, freute sich der Rathauschef.


Die Abteilung Wasserrecht am Traunsteiner Landratsamt hat die Genehmigung in Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt Traunstein erteilt. Die neuerliche Betriebsgenehmigung für den Brunnen Grashof II geht bis 2035, die für den Brunnen Grashof III bis 2045. Die beiden Brunnen im Ortsteil Zell sind mit Blick auf die Wasserversorgung von Ruhpolding die wichtigsten.

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Die Gemeinde darf aus den beiden Brunnen jährlich 550 000 Kubikmeter Wasser fördern, bis 2019 zusätzlich 500 000 Kubikmeter jährlich. Wie Pichler betonte, sinkt der Wasserverbrauch in seiner Kommune.

Sanierungen am Wasserleitungsnetz

Das Gemeindeoberhaupt führte zudem aus, dass es im vergangenen Jahr weitere Sanierungen am kommunalen Wasserleitungsnetz gegeben habe. Etliche Leitungen seien nämlich in die Jahre gekommen. Um den Wasserverlust auch künftig so gering wie möglich zu halten, stünden in den nächsten Jahren weitere Sanierungen an.

In seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich der Gemeinderat außerdem mit der Breitbandversorgung. Vier sogenannte Lose hatte die Gemeinde ausgeschrieben. Los 1 mit Ruhpolding-Zentrum, Steinberg, Blicken, Stocking, Stockreit, Waich, Ried und Maiergschwendt, Los 2 mit Neustadl, Los 3 mit Froschsee sowie Los 4 mit Vorderbrand und Haßlberg. Lediglich die Deutsche Telekom gab ein Angebot ab. Es erreichte die Gemeinde bereits im Juli, musste aber noch überprüft und vom Anbieter nachgebessert werden.

Das Gesamtangebot für alle vier Lose liegt bei 736 759 Euro. Der Großteil der Summe ist über die Breitbandförderung des Freistaats zu finanzieren, der 20-prozentige Eigenanteil der Gemeinde Ruhpolding liegt bei 106 439 Euro.

Der Gemeinderat sprach sich einstimmig dafür aus, die Telekom mit dem Breitbandausbau in den genannten Ortsteilen zu beauftragen. Das Unternehmen hatte die Kommune zuvor im Markterkundungsverfahren bereits darüber informiert, dass sie in der Gemeinde 17 Kabelverzweiger ohne kommunale Beteiligung errichten wird.

Ausbau soll nächstes Jahr über die Bühne gehen

Bürgermeister Claus Pichler hofft, dass es noch in diesem Jahr zur Vertragsunterzeichnung zwischen seiner Gemeinde und der Telekom kommt und der Ausbau dann im Laufe des nächsten Jahres über die Bühne gehen kann. Die Ortsteile sollen nach dem Ausbau mit einer Datenübertragungsrate von bis zu 100 Megabit pro Sekunde versorgt sein.

»Es kann sein, dass es dann in den Randgebieten eine bessere Versorgung geben wird, als im Zentrum«, führte Pichler aus. Aus diesem Grund seien auch in den nächsten Jahren noch Anstrengungen nötig, was den Breitbandausbau betrifft. »Wir haben die Fördersumme auch noch nicht ganz ausgeschöpft«, stellte der Ruhpoldinger Bürgermeister fest. san