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Grünen-Kreisverband: Vorstandschaft bestätigt

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Im Grunde ist die neue Vorstandschaft des Kreisverbands Traunstein von Bündnis 90/Die Grünen die alte, bei den Wahlen gab's so gut wie keine Veränderung. Unser Bild zeigt (von links): Beisitzer Klaus Frank, Vorstandssprecherin Helga Mandl, Schatzmeister Wilfried Schott, MdL Gisela Sengl, Beisitzerin Marlis Neuhierl-Huber, Schriftführer Achim Kraus, stellvertretende Schatzmeisterin Traudi Kraus und Vorstandssprecher Sepp Hohlweger. (Foto: M. Peter)

Traunstein – Der Kreisverband Traunstein von Bündnis 90/Die Grünen bleibt unter der bisherigen Führung: bei der Jahreshauptversammlung im Sailer-Keller wurden Helga Mandl aus Traunstein und Sepp Hohlweger aus Ruhpolding als Vorstandssprecher bestätigt.


Auch Schatzmeister Wilfried Schott aus Traunstein, die stellvertretende Schatzmeisterin Traudi Kraus aus Chieming, Schriftführer Achim Kraus aus Chieming und die Beisitzerin Marlis Neuhierl-Huber aus Siegsdorf wurden wiedergewählt. Neu als Beisitzer ist Klaus Frank aus Bergen. Die beiden Kassenprüfer Johannes Reinhold von Trostberg und Sepp Frech von Fridolfing stellten sich ebenso wieder zur Wahl und wurden von der Versammlung im Amt bestätigt.

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In ihrem kurzen Rückblick auf die abgelaufene, zweijährige Wahlperiode meinte Mandl, dass die Themen TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) und CETA (Comprehensive   Economic and Trade Agreement) ständig präsent waren. Neu hinzugekommen sei das Thema AfD, wobei diese Partei nach Ansicht von Mandl keine Alternative für Deutschland sei. Von den zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen sei ihr der Besuch der Jugendsiedlung Traunreut mit der Bundestagsabgeordneten Beate Walter-Rosenheimer besonders in Erinnerung geblieben, sagte Mandl weiter. Denn bis dahin seien ihr die Leistungen, die für die Jugendlichen dort erbracht und angeboten würden, nicht umfänglich bekannt gewesen. Für die kommende Wahlperiode liegen der Sprecherin bezahlbarer Wohnraum, besonders im südlichen Landkreis, sowie Aktionen gegen CETA, besonders am Herzen.

Die Vernetzung mit den Nachbarn wie den Salzburgern sei wegen der grenzüberschreitenden Themen wie die Salzach sehr wichtig, meinte Hohlweger. Besonders beeindruckend sei der Besuch am Brennerbasistunnel gewesen und das, was dort geleistet und erbracht werde, so der Ruhpoldinger. Da würden die Bayern und die Deutschen mit der Bahnanbindung weit hinterher hinken, sagte Hohlweger. Dabei sei die Bahn die einzige Möglichkeit, um dort der Verkehr von der Straße zu bringen. Bei den Alpen geht es nach der Ansicht von Hohlweger darum, sie zu nutzen, aber nicht zu überanspruchen. Die Landwirtschaft sei ihm ein besonderes Anliegen. Denn gerade in den Berggebieten könne die Kulturlandschaft, die für Freizeit und Tourismus einen hohen Wert habe, nur durch eine Nutzung der engagierten Bauern erhalten werden, so Hohlweger.

Nachdem die Versammlung von den Neuwahlen geprägt war, gab es nur eine kurze Diskussion zu einer Pflichtabgabe für Mandatsträger an den Kreisverband. Der Diskutant begründete seinen Anstoß zu einer Abgabe damit, dass der Kreisverband ja auch Leistungen für die Mandatsträger erbringe. Dazu meinte Kreisrat Willi Geistanger, dass dazu nicht bei allen Kreisräten eine uneingeschränkte Bereitschaft vorhanden sei. Kreisrätin Burgi Mörtl-Körner sagte dazu, es hätten sich verschiedene Kreistagsmitglieder dazu entschieden, verschiedene Projekte individuell zu fördern. Zusätzlich würde noch jedes Kreistagsmitglied Kosten für den Wahlkampf selbst tragen; eine Pflichtabgabe sei wohl nicht erforderlich. Schatzmeister Schott meinte abschließend, dass dieses Thema immer wieder mal angesprochen wird und es sicher zu einem späteren Zeitpunkt weiter behandelt werden wird. mp