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Grüne sind stolz auf ihre Bürgermeisterkandidatin

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Waging am See. Lob und Ermunterung von allen Seiten gab es für Bürgermeisterkandidatin Hedwig Witzleben bei der Wahlversammlung der Waginger Grünen beim Unterwirt. Die Kandidatin selbst sagte dazu, die Kommunalpolitik – sie ist erst seit einem Jahr im Gemeinderat – mache ihr zunehmend Spaß. Es sei interessant zu erkennen, wie Politik funktioniert und welche Möglichkeiten die Kommunalpolitik bietet.


Nach dem Auftritt der »Wellbappn« in Otting gab es auch in Waging Musik, als Matthias Siglbauer mit seiner Ziach beschwingte Melodien darbot. Hedwig Witzleben sprach viel von Zusammenhelfen und Gemeinsamkeit. Bei ihrer bisherigen Gemeinderatsarbeit sei ihr aufgefallen, dass man die Bürger noch viel mehr als bisher mitnehmen sollte. Man sollte sie informieren, über die Medien ebenso wie über das Internet und sie keinesfalls vor vollendete Tatsachen stellen. »Die Verwaltung hat die Aufgabe, der Bevölkerung die notwendigen Informationen zur Verfügung zu stellen.«

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Die Gemeinde sei im sozialen Bereich gut aufgestellt, etwa mit dem Seniorenheim, den Kindergärten und der neuen Krippe. Was allerdings fehle, seien bezahlbare Wohnungen, gerade auch für Familien, und die Gemeinde sollte für den Bau seniorengerechter Wohnungen werben. Lob spendete sie auch den Gemeindewerken, deren Einrichtung zu Daxenbergers Zeiten »ein genialer Blick in die Zukunft« gewesen sei. Jetzt sei es Aufgabe der Gemeinde, diese Form der Daseinsvorsorge weiter auszubauen, energieautark zu werden.

Ganz wichtig ist Witzleben das Zusammenwirken in der Region. Die Erzeugung regionaler Produkte solle gefördert werden. Auch hier gelte es, die Bürger mitzunehmen, damit sie diese Produkte dann auch kaufen.

Grünen-Sprecherin Inge Kämpfl hoffte, dass die Mehrheitsverhältnisse im neuen Gemeinderat wieder etwas »paritätischer« seien. Durch die Außenwirkung Witzlebens erhoffe man sich – obwohl zwei Gemeinderäte nicht mehr antreten – wieder mindestens fünf Sitze, vielleicht sogar mehr. Und ganz toll fände man es bei den Grünen, wenn eine Frau Bürgermeisterin würde: »Dann würden sich manche Dinge ändern«, meinte Kämpfl und erhielt dafür viel Applaus.

Zweiter Bürgermeister Hans Kern, der nicht mehr kandidiert, erklärte seine Entscheidung damit, dass er nach 20 Jahren im Gemeinderat – »eine schöne Zeit« – den Platz für andere frei machen wolle. Es sei wichtig, dass es in Waging »eine starke grüne Kraft« gebe. Von daher freue er sich, dass sich Hedwig Witzleben zur Verfügung gestellt habe – als eine weibliche Alternative, die es bisher in Waging noch nicht gegeben habe. Sie mache im Gemeinderat hervorragende Arbeit und wäre der richtige Mensch für das Bürgermeisteramt.

Bei dem Treffen dabei war auch Landratskandidat Sepp Hohlweger, der auf wegweisende Initiativen zurückblickte, die zusammen mit dem früheren Waginger Bürgermeister Sepp Daxenberger mit entwickelt worden sind – wie etwa »Region aktiv«. In dem Zusammenhang hob er die Chancen hervor, die die »Ökomodellregion« biete. he