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Grüne loteten Themen aus

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Siegsdorf. Aktuelle kommunalpolitische Themen standen auf der Tagesordnung beim jüngsten Treffen der Siegsdorfer Grünen. Marlies Huber-Neuhierl freute sich zum Beispiel über die positiven Reaktionen, die der Vorschlag, im Siegsdorfer Ortskern eine Begegnungszone einzurichten, ausgelöst hat. Ziel sei es, alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt zu behandeln, so Huber-Neuhierl. Das lasse sich nur erreichen, wenn man die zulässige Höchstgeschwindigkeit deutlich reduziere, am besten auf Tempo 20. Wichtig, so die Rednerin, sei ein intensiver Dialog mit den Anwohnern.


Für Gemeinderätin Karin Neumann wäre es wichtig, eine Verkehrszählung durchzuführen, um aktuelle Daten über die Verkehrsströme zu erhalten. Als nächsten Schritt gelte es dann einen Städteplaner einzuschalten, der fundierte Vorschläge erarbeitet.

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Petra Plützer sprach die geplante Erweiterung der Firma Ecolab an der Raiffeisenstraße an. Ihrer Meinung nach ist die geplante Vergrößerung eines Gewerbebetriebes mitten im Ortskern, bei einem gleichzeitig noch teilweise ungenutztem Gewerbegebiet nördlich der Autobahn, problematisch. Eine Beeinträchtigung der im Ortskern geplanten Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung ließe sich nicht ausschließen.

Gemeinderat Willi Geistanger erklärte, dass es gängige Praxis der Grünen-Gemeinderäte sei, Betriebserweiterungen zunächst wohlwollend zu beurteilen, da sich damit meist zusätzliche Arbeitsplätze schaffen beziehungsweise vorhandene sichern lassen. Gleichwohl sei es Aufgabe des Gemeinderates, die Anliegen der Anwohner ernst zu nehmen und möglichst zu berücksichtigen. Dies soll im weiteren Aufstellungsverfahren zum Bebauungsplan geschehen.

Ortsvorsitzender Gerhard Gimpl wollte wissen, wie es mit der Überarbeitung des Bebauungsplanes Vorauf-Feichten weitergehen soll. Er regte an, auch künftig eine gemischte Nutzung durch Feriengäste, Menschen, die vorübergehend in Siegsdorf arbeiten, und Mitbürgern, die überwiegend im Ferienpark wohnen, zu ermöglichen. Geistanger befürwortete, dass die Gemeinde mehrere Vorschläge für eine zukünftige Nutzung erarbeiten lässt und diese anschließend mit den Bewohnern des Ferienparks diskutiert. Die Siegsdorfer Grünen können sich vorstellen, dass die vorhandenen Gebäude abgerissen und auf einer Teilfläche durch Wohnhäuser für Gemeindebürger ersetzt werden.