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Gründungsfest ist Höhepunkt des Vereinsjahrs

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Bei der Jahreshauptversammlung der Krieger- und Soldatenkameradschaft Haslach übergab Vorstand Simon Schreiber (rechts) an Albert Rosenegger (Mitte) die Ernennungsurkunde zum Ehrenmitglied. Zu der Ehrung gratulierte ihm Ehrenvorstand Schorsch Jobst. (Foto: Buthke)

Traunstein – Das 120. Gründungsfest am 10. Juni ist der Höhepunkt im Vereinsjahr der Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Haslach. Bei der Jahreshauptversammlung im Haslacher Pfarrheim berichtete Vorstand Simon Schreiber, der Kameradschaft lägen bereits viele positive Rückmeldungen von teilnehmenden Vereinen vor, sodass das Festzelt vergrößert werden müsse.


Gefeiert wird das Gründungsjubiläum im Zusammenhang mit dem Haslacher Dorffest der Ortsvereine, das tags zuvor stattfindet. Dies hat zum einen den Vorteil, dass man das Festzelt zweimal nutzen kann, und zum anderen sind die Haslacher Ortsvereine willkommene Helfer beim Auf- und Abbau des Festzelts.

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Am Festsonntag findet zunächst ein feierlicher Gottesdienst beim Haslacher Kriegerdenkmal statt. Anschließend führt der Festzug zum Festzelt beim Feuerwehrhaus. Mit einem gemeinsamen Mittagessen und einem gemütlichen Beisammensein klingt das Gründungsfest aus.

Als zweiten Punkt sprach Vorstand Schreiber das neue Kriegerdenkmal in Traunstein an. Wie bereits mehrfach berichtet, musste das alte Kriegerdenkmal im Zuge der Renovierung der Kirche St. Georg und Katharina im Stadtpark abgerissen werden. Das neue Kriegerdenkmal kann nicht mehr an die Kirche angebaut werden, weil diese zur Zeit denkmalgerecht renoviert wird. In etlichen Sitzungen und Besprechungen hat sich eine Arbeitsgruppe mit den elf eingereichten Künstlervorschlägen befasst. Im Dezember wurde der Entwurf des Traunsteiner Künstlers Rolf Wassermann vom Kultur- und Sportausschuss befürwortet.

Erfolgreich war wiederum die Sammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Die KSK Haslach brachte bei der Haus- und Friedhofssammlung 1564 Euro zusammen, von denen Ehrenvorstand Schorsch Jobst bei der Haussammlung allein fast die Hälfte sammelte. In der Stadt Traunstein kamen insgesamt rund 6000 Euro zusammen.

Albert Rosenegger ist jetzt Ehrenmitglied

Für seine Verdienste um den Verein in vielfacher Funktion, unter anderem als zweiter Vorstand und als Ausschussmitglied, ernannte Vorstand Schreiber Albert Rosenegger, der vor 48 Jahren dem Verein beigetreten ist, zum Ehrenmitglied. Das goldene Vereinsabzeichen für 40 Jahre Mitgliedschaft bekamen Martin Dichtl junior und Josef Ott. Mit dem silbernen Vereinsabzeichen für 25 Jahre Mitgliedschaft wurde Michael Thielen ausgezeichnet. Der Verein hat jetzt 121 Mitglieder.

Das neue Kriegerdenkmal soll nach den Worten von Oberbürgermeister Christian Kegel voraussichtlich im Sommer nach Beendigung der Renovierungsarbeiten der Kirche St. Georg und Katharina eingeweiht werden. Kegel sprach von einer würdevollen Anlage. Für das Gründungsfest wünschte er der Krieger- und Soldatenkameradschaft Haslach ein gutes Gelingen und betonte: »Ich hoffe, dass ich als Schirmherr den Schirm nicht aufspannen muss.« Der Oberbürgermeister hob die Bedeutung und die Leistung des Vereins für das Gedenken und das Mahnen zum Frieden beim Volkstrauertag sowie für das Mitgestalten des gesellschaftlichen Lebens in Traunstein hervor.

Mehr als 20 Veranstaltungen und sonstige Aktivitäten hatte der Verein im vergangenen Jahr zu bewältigen. Dies ging aus dem umfangreichen und bebilderten Jahresrückblick von Schriftführer Wolfgang Wallner hervor. Ob Frühschoppen, Schafkopfrennen, Schießveranstaltungen, Wallfahrten und Gedenkfeiern, Gründungsfeste befreundeter Kameradschaften, das Haslacher Dorffest, die Fronleichnamsprozession oder die Adventsfeier, die Palette war so bunt wie die begleitenden Fotos auf der Leinwand.

Trotzdem blieb in der Vereinskasse ein stolzer Überschuss von mehr als zwölf Prozent übrig, wie Kassier Hans Mannhardt mit seinem Kassenbericht belegte. Positiv auf das Endergebnis hat sich die Tatsache ausgewirkt, dass die Adventsfeier wieder mit einer Christbaumversteigerung stattgefunden hat.

Gauvorstand Michael Bernauer hob den Einsatz bei der Sammlung für die Kriegsgräber hervor. Mit mehr als 787 000 Euro habe Oberbayern das beste Ergebnis bundesweit erzielt. Für die Arbeit von Vorstand Schreiber fand Bernauer nur lobende Worte. »Er ist wie ein 'Lotto-Sechser' für Euch«, sagte er. In Haslach passe eben einfach alles. Schreiber gab das Lob sogleich an seine Vorstandsmitglieder weiter, die ihm durch selbstständiges Arbeiten vieles abnähmen. Bjr