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»Grüaß di Gott, Christkind«

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14 Schüler der dritten und vierten Klasse führten in der Schulaula das bayerische Krippenspiel auf. Da durfte auch die Szene im Stall nicht fehlen. (Foto: T. Eder)

Grassau. »Ist ein Weihnachtsstück heute noch zeitgerecht«, fragte Schulleiter Johannes Zeitel vor Beginn der großen Theateraufführung der Grundschüler in der überfüllten Schulaula die Besucher. Die Antwort lag nach der hervorragenden Aufführung des Stücks »Grüaß di Gott, Christkind« auf der Hand und wurde bejaht. Modern und witzig, mit vielen überraschenden Höhepunkten, gelang es den 14 Darstellern aus der dritten und vierten Klasse das Publikum für sich einzunehmen. Unterstützt wurden die Theaterspieler vom Schulchor unter der Leitung von Sandra De Crescenzo.


Mit dem bayerischen Krippenspiel trafen die Grundschüler genau den Geschmack des Publikums. Drei Klöpfner (Bilke Dieluweit, Deborah Mitschke und Lonni Gruber) ziehen von Haus zu Haus um ihre Botschaft kundzutun und werden dabei von Kindern (Amelie Trimpl, Lea Vornholt, Franziska Steffl) verspottet, die nur Fernsehen, Computer und die Annehmlichkeiten dieser Zeit im Kopf haben. Die Klöpfler erzählen, wie schwer es Maria und Josef damals hatten, als sie nach Betlehem zogen.

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In der zweiten Szene wurde die Herbergssuche thematisiert. Maria (Theresa Nagele) und Josef (Laurin Huber) ziehen von einer Herberge zur nächsten. Die Lacher des Publikum sicherten sich die jungen Darsteller, da die Herbergen mit »Zum Sperrer«, »Zum Hefter« und »Rachlalm«, also mit Grassauer Wirtschaften, bezeichnet wurden. Ausdrucksstark verwehrten Wirt und Wirtin (Veit Mrazek, Venice Callos) dem Paar den Zutritt. Erst als ein Kind dem Paar einen Stall weist, kommt es zur Ruhe.

Der Prophet (Ludwig Moritz) kündigt das Wunder an. In der dritten Szene schließlich entdecken die Kinder ein helles Licht und machen sich auf dem Weg. Auch die drei Könige aus dem Morgenland (Veit Mrazek, Leony Neuner und Venice Callos) begrüßen das Christkind.

Das ganze Stück über sprachen die Grundschüler in bairischem Dialekt. Fast frenetisch war der Schlussapplaus, den die Kinder für ihre Mühen ernten durften. Große Anerkennung und Lob galt den Lehrkräften Mirela Mitrenko, Susanne Landinger und Stefanie Baumann, die das einstündige Stück mit den Schülern einstudierten. Zum Erfolg trug auch das schöne Bühnenbild bei, das von Susanne Gräser zusammen mit den Schülern arrangiert wurde.

Wohlfühlatmosphäre verbreitete zudem die Klasse 7b, die die Bewirtung der Gäste mit Punsch, belegten Broten, gebrannten Mandeln und Schokofrüchten übernommen hatte und vor der Aufführung, wie auch in der Pause an ihrem weihnachtlich dekorierten Stand bedienten. tb

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