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Großübung: Auto stürzte ab – vier Verletzte

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Das abgestürzte Fahrzeug wurde mit Seilen gegen ein weiteres Abrutschen gesichert. Außerdem musste die Feuerwehr einen Verletzten aus dem Fahrzeug schneiden. (Foto: FDL/Lamminger)

Bergen. Vier Verletzte und ein abgestürztes Auto – das war das Übungsszenario für die Bergwachtbereitschaften Bergen und Grassau, für die Feuerwehren Bergen und Holzhausen, der BRK-Bereitschaft Achenthal und der Polizei Traunstein am Hochfelln.


Kurz nach 18 Uhr wurde über die integrierte Leitstelle gemeldet, dass oberhalb der Straße von Bergen nach Kohlstadt ein Fahrzeug von der Forststraße abgekommen und rund zehn Meter in die Tiefe gestürzt war. Außerdem stürzte fast zeitgleich ein Mountainbiker in unmittelbarer Nähe, es gab Verletzte – so die Meldung.

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Vor allem galt es, die Helfer so einzusetzen, dass die eigene Sicherheit im schwierigen Gelände gewährleistet ist und die Verletzten rasch versorgt und geborgen werden.

Sicherungsanlagen und Abseilstellen mussten gebaut werden, Helfer und Material wurden nachgeführt und zum Fahrzeug abgelassen. Außerdem musste das Fahrzeug gegen weiteren Absturz und Brand gesichert werden. Während sich Ärzte und Helfer um einen verletzten Erwachsenen und ein verletztes Kind kümmerten, die aus dem Auto herausgeschleudert worden waren, befreite die Feuerwehr mit Rettungsschere und Spreizer einen dritten Verletzten, der im Auto eingeklemmt wurde.

Noch während die Kräfte von Bergwacht, Feuerwehr, Rotem Kreuz und Polizei mit dem Autounfall gebunden waren, erreichte eine weitere Unfallmeldung die Bergwacht Bergen. Auf dem Weg von Eschelmoos Richtung Kohlstadt war ein Mountainbiker gestürzt und hatte sich dabei schwere Verletzungen zugezogen. Auch er befand sich in schwierigem Absturzgelände und seine Bergung gestaltete sich entsprechend aufwändig.

Da die Bergwacht Bergen bereits mit ihren Kräften gebunden war, wurde die Bergwacht Grassau nachalarmiert. Nach kurzer Einweisung in die örtlichen Gegebenheiten wurde durch die Bergwacht Grassau die Versorgung und Bergung des verletzten Radfahrers durchgeführt. In einer abschließenden Übungsbesprechung aller beteiligten Hilfskräfte war man sich einig, dass das realistische Szenario in ganz besonderer Weise geeignet war, solch komplexe Einsätze zu üben.