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Großes Lob für die neue Halle und ihre »Macher«

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Bürgermeister Herbert Häusl (rechts) bekam den symbolischen Turnhallenschlüssel von Martin Eisenberger (Straßer + Partner, Mitte) überreicht und gab ihn gleich weiter an Beppo Hofmann, den Vorsitzenden des TSV Waging.

Waging am See – Die Tribüne in der neuen Waginger Zweieinhalbfach-Turnhalle, der »Bergader Sportarena«, war erstmals gut gefüllt, als am gestrigen Freitag die offizielle Einweihungsfeier stattfand. Alle Festredner lobten den gelungenen Bau und den Einsatz aller Beteiligten; die Pfarrer Andreas Ager und Barthel Pichlmeier spendeten den kirchlichen Segen. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Musikkapelle Waging. Stehende Ovationen gab es zum Schluss für den TSV-Vorsitzenden Beppo Hofmann, ohne dessen Einsatz, wie mehrfach gesagt worden war, der Hallenbau nicht so reibungslos abgelaufen und nicht so geworden wäre.


Geschenke überreichte Bürgermeister Herbert Häusl außer an Hofmann und seine Frau Andrea noch für zwei weitere Personen, die Wesentliches zum Bau beziehungsweise dessen Finanzierung beigetragen haben: an den gemeindlichen Bauleiter Franz Fenninger, dem nicht zuletzt auch die effiziente und kostengünstige Lösung der Außenanlagen und des großen Parkplatzes zu verdanken sei, und an Beatrice Kress, die Chefin der Bergader Privatkäserei, die den TSV finanziell kräftig unterstützt und deren Name die neue Halle trägt.

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Die Vorgeschichte des Hallenbaus

Häusl ging auf die Vorgeschichte des Hallenbaus ein. Im Gemeinderat sei nie die Notwendigkeit einer neuen Halle bestritten worden, aber lange Diskussionen habe es um die Größe und – hier vor allem mit den Behörden – um den Standort gegeben. Der Bürgermeister dankte Elisabeth und Rudolf Joas, die den Grund an die Gemeinde verkauft haben, und auch Michael Babl, der sein benachbartes Grundstück für das Arbeitsfeld zur Verfügung gestellt habe. Der aktuelle Standort, unmittelbar neben der Schule, der anderen Turnhalle und dem Sportplatz gelegen, eigne sich ideal für die neue Sporthalle.

Die auf 4,1 Millionen Euro veranschlagten Kosten hätten mit nur minimaler Abweichung eingehalten werden können, betonte Häusl. Darin enthalten ist auch die Anhebung eines Teils der Dachfläche, die für die vom Alpenverein gewünschte Kletterwand notwendig geworden war. Er freue sich sehr darüber, dass damit ein weiterer, sehr mitgliederstarker Verein bessere Trainingsbedingungen bekommen habe. Häusl wünschte dem Schul-, wie auch dem Breiten- und Leistungssport neue Impulse; die Halle solle zu einem Treffpunkt für alle Bürger werden, ob klein oder groß.

32 Firmen wirkten an dem Bau mit

Martin Eisenberger, Geschäftsführer des Büros Straßer + Partner, befasste sich mit den baulichen Details der neuen Halle. Dabei betonte er die gute Zusammenarbeit zwischen Planern, Fachplanern und den 32 am Bau mitwirkenden Firmen, von denen 20 aus dem Landkreis, fünf weitere aus den Nachbarlandkreisen kommen. Er lobte die hochwertige Technik und wies auch darauf hin, dass beim Bau besonders darauf geachtet worden sei, dass viel natürliches Licht in die Halle kommt, dass die Halle übersichtlich und die Akustik gut ist. Zum Schluss informierte er noch über die Zuschusssituation: 750 000 Euro trug der Freistaat bei, 291 000 Euro der BLSV.

Der evangelische und der katholische Pfarrer segneten die neue Halle. Pfarrer Ager sinnierte dabei über die gelungene Lage der Halle nach: neben Schule und Kindergarten, wo die Jugend viel Spielfreude zeigt, neben dem Altersheim, dessen Bewohner sich freuen, wenn sie dynamische junge Sportler sehen beziehungsweise wo die Sportler angesichts von Rollstuhlfahrern dankbar sein dürfen, dass sie gesund und fit sind, und schließlich neben dem Friedhof, der an die Gefahren des Leistungssports erinnern und ein Appell sein solle, es beim Sport nicht zu übertreiben. Pfarrer Pichlmeier wünschte, dass die Sporthalle ein Ort der Gemeinschaft und der Freundschaft sein solle; der Ernst des Lebens solle hier immer wieder der Spielfreude weichen. Für Heiterkeit sorgte er, als er, der als Sportler sicherlich wesentlich mehr Zeit in der Turnhalle als in der Kirche verbracht habe, erzählte, dass er sich die einzige größere Verletzung dabei geholt habe, als er sich beim Herabsteigen von der Kanzel den Fuß verstaucht habe.

Eine weitere hochkarätige Sportstätte

Weitere Kurzansprachen kamen vom stellvertretenden Landrat Sepp Konhäuser, von der BLSV-Kreisvorsitzenden Claudia Daxenberger und von Michael Frumm-Mayer, dem Vorsitzenden der Alpenvereins-Ortsgruppe. Konhäuser stellte fest, dass es mit der neuen Waginger Sporthalle jetzt im großen Sportstättenangebot des Landkreises eine weitere hochkarätige Sportstätte gebe. Sport verbinde und stehe für Integration. Allen Benutzern der Halle wünschte er viel Freude, gute Erfolge und Unfallfreiheit. Daxenberger lobte die Gemeinde Waging dafür, dass hier »etwas Wunderbares entstanden« sei. Dabei gehe es beim Sport nicht nur um Bewegung, sondern auch um das Gemeinsame und nicht zuletzt um die Werte, die im Sport vermittelt würden und die einen später weiterbringen könnten. Frumm-Mayer bedankte sich vor allem bei der Gemeinde Waging, die den Einbau der Kletterwand ermöglicht habe, und auch bei den Gemeinden Wonneberg und Taching, die dazu finanzielle Unterstützung geleistet haben. Durch die Tatsache, dass immer mehr Menschen im Sitzen arbeiteten, steige laut Frumm-Mayer der Bedarf nach einem geeigneten Ausgleich; vor allem auch das Klettern profitiere davon. Von daher sei die Entscheidung der Gemeinde Waging nicht nur mutig, sondern auch zukunftsweisend gewesen. Im Übrigen finde er als Planer, dass der Neubau der Waginger Sporthalle »preiswert« gewesen sei.

»Das ist nicht nur mein Ding«

Den Schluss der Feier bildete der Auftritt von Beppo Hofmann, eingeleitet von einem Tusch und stehenden Ovationen, zu denen Moderator Christian Reiter, der zweite Bürgermeister der Marktgemeinde Waging, aufgerufen hatte. Der TSV-Vorsitzende fasste sich kurz, dankte allen, die an der Halle mitgewirkt hatten, besonders erwähnte er dabei Franz Fenningers Beitrag zum Hallenbau: »Das ist nicht nur mein Ding, sondern auch deines. Danke für die Zusammenarbeit, die wir zwei da heraußen gehabt haben.« Hofmann verhehlte dabei nicht, dass er es auf dem Bau zwar mit vielen netten Leuten zu tun gehabt habe, »aber es waren auch 'Hanswurschten' mit dabei«. Seine Frau Andrea warnte er vor: »Es könnte sein, dass ich  jetzt wieder öfter daheim bin.« he