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Großes Konzert zum 25-jährigen Bestehen

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Zum 25-jährigen Bestehen des Musikvereins gab die Schlechinger Musikkapelle ein großes Jubiläumskonzert. (Foto: Wunderlich)

Schleching – Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Musikvereins Schleching gab die Musikkapelle Schleching ein großes Jubiläumskonzert. Als Ort wurde die Werkshalle von Vinzenz Bachmann gewählt. Dort wurde am Vortag noch ein Dachstuhl montiert, aber zum Konzert war die Halle von vielen Helfern leer geräumt und festlich hergerichtet worden. Eine Bühne und Beleuchtungsanlage wurden aufgebaut, ein Küchentrakt für die Bewirtung erstellt und frische Blumengestecke sorgten für eine besondere Atmosphäre.


Rund sechshundert Gäste warteten gespannt auf den Beginn des Konzerts, das von 48 Musikern der Musikkapelle mit dem italienischen Marsch »Venezia« klanggewaltig eröffnet wurde. Vorstand Richard Prasser freute sich, so viele Gäste begrüßen zu können. Muck Bauer führte charmant und amüsant durch das Programm, er versorgte das Publikum mit Informationen zu jedem Stück. Mit einer Polka von Alexander Pfluger »Ein Egerländer Traum« ging es schwungvoll weiter bis das Publikum zu einem »Besuch bei Offenbach« in einer Zusammenstellung von Gustav Lotterer eingeladen wurde. Der Ausflug zu Jacques Offenbach endete mit einem schmissigen Cancan, bei dem der Dirigent Walter Reisenauer das begeisterte Publikum im Zweivierteltakt mitklatschen ließ.

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Zweite Kapellmeisterin Daniela Küfner stellte sich mit einem Flöten-Solo der Herausforderung und zeigte, wie sicher sie ihr Instrument beherrscht. Virtuos entlockte sie mit flinken Fingern ihrer Piccolo- Flöte für die Komposition »Piccolobello« von Antonin Svehla viele hohe Töne in schneller Folge.

Ein weiterer Höhepunkt kam mit dem Stück »Alphorn-Tag« von Gottfried Veit. Die Musikkapelle bekam Verstärkung von vier Alphörnern. Dem Publikum wurde mit ungewohnten Übergängen und spannendem Zusammenspiel von Musikkapelle und Alphörnern ein besonderer Genuss gegönnt.

»Zwei Turteltauben« von James Kee wurde von zwei jungen Bläsern vorgetragen. Hubert Zaiser mit der Trompete ist 20 Jahre und sein Bruder Peter mit dem Tenorhorn ist erst 15 Jahre alt. Dass die beiden Brüder auf einem musikalisch erfolgreichen Weg sind, zeigte der große Applaus.

Den Komponisten Julius Fucik soll bei einem Spaziergang vorbei an einer Schmiede der Rhythmus des Schlagens auf den Amboss zum Marsch »Die lustige Dorfschmiede« inspiriert haben. Detailgenau wurde das von der Musikkapelle nachgestellt. Martin Zaiser schleppte Hackstock und Amboss auf die Bühne, um mit zwei Hämmern den Rhythmus der Musikkapelle bei diesem Marsch zu begleiten.

Um das Publikum nach der Pause wieder einzustimmen, wurde die Eröffnungsfanfare »Millenium Fanfare« von Fred J. Allen von Blasmusikern und der Musikkapelle gespielt. Flott ging es weiter mit einer Polka »Böhmisches Temperament« von Klaus Rustler, arrangiert von Rudi Fischer.

Für das nächste Stück – eine »Glenn Miller Story« – hatte sich Kapellmeister Walter Reisenauer nächtelang in sein Studio zurückgezogen, um eine äußerst gelungene Zusammenstellung von verschiedenen Melodien aus den Werken von Glenn Miller zu erarbeiten. Der Swing aus den 40er Jahren mit den weltbekannten Glenn Miller Titeln traf absolut den Geschmack des Publikums.

International blieb es auch bei »The Prayer« von David Foster. Das Stück wurde von der österreichischen Sopranistin Martina Hetzenauer und dem Tenor Wilhelm Spuller im Duett vorgetragen. Beide Sänger arbeiten zurzeit in Wien und sind extra für das Jubiläumskonzert nach Schleching gekommen. Belohnt wurden sie vom Publikum mit stehenden Ovationen.

Für den offiziellen Abschluss wurde ein Stück des Marschkönigs Hermann Ludwig Blankenburg mit dem treffenden Titel »Abschied der Gladiatoren« gewählt. Danach wollte das Publikum nicht aufhören zu applaudieren, bis die Kapelle als Zugabe den von Walter Reisenauer komponierten »Schlechinger Vereinsmarsch« spielte. Nach einer kurzen Erholungspause für die Musiker wurden bei bester Laune noch viele Publikumswünsche musikalisch erfüllt. Es war eine Veranstaltung, die bei den Gästen und den vielen Helfern noch lange nachklingen wird. wun