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Großes Glaubensfest in Kirchanschöring

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Michael Brüderl (rechts) bei seiner Diakonweihe im vergangenen Jahr mit dem Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx (links). (Foto: Priesterseminar München)

Kirchanschöring. Ganz im Zeichen der Priesterweihe und Primiz von Michael Brüderl steht Kirchanschöring an diesem und am nächsten Wochenende.


Die Priesterweihe im Freisinger Dom findet bereits am morgigen Samstag um 9 Uhr statt; zusammen mit fünf anderen Weihekandidaten – unter ihnen auch Emmeran Hilger aus der Traunsteiner Pfarrei Heilig Kreuz und der in der Pfarrei St.   Oswald in Traunstein als Diakon tätige Björn Wagner – empfängt der 27-jährige Kirchanschöringer das Sakrament. Die Weihe vollzieht der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx. Unter den Hunderten Gläubigen, die an dem Weihegottesdienst teilnehmen, sind auch viele Mitglieder aus Michael Brüderls Heimatpfarrei. Ein von der Pfarrei organisierter Bus startet bereits um 5.30 Uhr morgens in Richtung Freising, viele Kirchanschöringer fahren zusätzlich mit dem eigenen Auto.

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Der Tag in Freising endet mit einer Dankvesper um 14.30 Uhr. Nur viereinhalb Stunden später, um 19 Uhr, heißen die Kirchanschöringer ihren Neupriester in seiner Heimatpfarrei willkommen. Der Empfang ist auf dem Vorplatz der Kirche, es schließt sich eine Dankandacht in der Pfarrkirche St. Michael an.

Tausende Gläubige erwartet Kirchanschöring dann am Sonntag, 6. Juli, zur Primiz von Michael Brüderl. Aufstellung zum Kirchenzug ist um 9.30 Uhr an der Hans-Straßer-Halle, die feierliche Primizmesse im Achenpark beginnt dann um 10 Uhr. Nach dem Gottesdienst zieht der Primiziant mit seinen Gästen in einem Festzug zurück zur Hans-Straßer-Halle, wo die anschließende Feier stattfindet. Mit einer Vesper um 17 Uhr in der Kirchanschöringer Pfarrkirche und der Erteilung des Einzel-Primizsegens endet der große Tag von Michael Brüderl.

Der 27-Jährige hat als Primizspruch »Omnia possibila sunt credenti« gewählt: »Dem Glaubenden wird alles möglich«. »Die Botschaft scheint mit einfach: ,Dem Glaubenden wird alles möglich´, weil unser allmächtiger Gott an seiner Seite ist, ihn führt und leitet«, schreibt Michael Brüderl im Pfarrbrief zu seiner Priesterweihe und Primiz. Er selbst hat sein Leben früh in Gottes Hände gelegt: Gleich nach dem Abitur am Rottmayr-Gymnasium in Laufen ist er an das Priesterseminar in München gewechselt, sodass er nun bereits mit 27 Jahren seine Priesterweihe empfangen kann.

Kirche und Religion haben Michael Brüderl schon früh beschäftigt, wie auch der frühere Kirchanschöringer Pfarrer Christoph Kronast im Pfarrbrief zu berichten weiß: »Schon mit fünf Jahren, das erlebte ich beim Gespräch zur Taufe seines Bruders, zeigte er sich sehr interessiert für den religiösen und kirchlichen Bereich.« Nach der Erstkommunion sei es für ihn »ganz klar« gewesen, dass er sich für den Ministrantendienst anmeldet. Schnell kristallisierte er sich auch für das Amt des Oberministranten heraus.

Michael Brüderl selber zeigt sich ehrlich erstaunt darüber, wie groß die Anteilnahme der Kirchanschöringer ist – vor allem natürlich an seiner Heimatprimiz. Schon seit Monaten laufen die zahlreichen Vorbereitungen, viele packen mit an, damit alles reibungslos über die Bühne gehen kann. Der Primiziant hat den Wunsch, dass »diese große Feier uns alle in unserem Glauben bestärkt«. Er weist noch darauf hin, dass die Kollekte bei seiner Primizfeier für die peruanische Pfarrei, in der er ein halbes Jahr lang tätig war, bestimmt ist. san