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Großer Andrang und viele Informationen

Traunstein. Erfolgreich war der 4. Tag der Ausbildung, den der Gewerbeverband Traunstein & Umgebung gestern im Schulzentrum FOS, BOS und Reiffenstuel-Realschule ausrichtete. Rund 65 Anbieter beteiligten sich an der Informationsveranstaltung rund um das Thema Ausbildung, darunter waren mittlere und große Konzerne aus der Region, Handwerksinnungen, Banken, Behörden, Verbände und weiterführende Schul- und Fortbildungsanbieter.

Zum vierten Mal fand der Tag der Ausbildung statt, der auch dieses Mal von vielen Schülern besucht wurde. Weitere Bilder finden Sie unter www.traunsteiner-tagblatt.de/fotos. (Foto: Wittenzellner)

Gewerbeverbandsvorsitzender Franz Ober betonte bei der Eröffnung, dass die Veranstaltung nicht mit einer Informationsmesse zu vergleichen sei. Das persönliche Gespräch stehe im Vordergrund. »Ihr wollt die Firmen kennenlernen und sie euch«, betonte er. Die Veranstaltung eigne sich auch für die Eltern, die mit ihren Schulkindern gekommen waren.

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Oberbürgermeister Manfred Kösterke sagte, dass es beispielsweise gerade auch im Handwerk viele offene Stellen gäbe. »Das ist eure Chance«, betonte er. Er lobte das duale Ausbildungssystem als »das beste Europas« . Für die jungen Leute hatte er noch den Satz für ihren künftigen beruflichen Lebensweg parat: »Ihr habt alle Möglichkeiten – also nutzt sie!«

In den Gängen und Schulzimmern der beiden Schulgebäude konnten sich die Schüler, die aus vielen Schulen des Landkreises kamen, ein Bild von den Ausbildungsmöglichkeiten machen. In der FOS/ BOS war beispielsweise auf einer Gangseite fast die gesamte Kreditwirtschaft mit der Kreissparkasse Traunstein-Trostberg sowie eine Reihe von Genossenschaftsbanken und die HypoVereinsbank AG vertreten.

Das Handwerk, das erst vor einer Woche selbst im Bildungszentrum mit einer großen Messe Werbung für Ausbildungsberufe im Handwerk machte, war mit den Innungen der Gewerke Elektro, Friseur, Metzger und Maler gut vertreten. Auch hier richtete man vielfach das Augenmerk auf das Gespräch mit den begleitenden Eltern, wie Innungs-Obermeister Otto Zach von der Elektro-Innung betonte: »Wir wollen unseren interessanten Beruf vor allem auch den Eltern vorstellen.« Man habe mit 100 Auszubildenden in dem begonnenen Lehrjahr wieder viele junge Menschen für den Elektroberuf begeistern können.

Auch an den Ständen der Krankenkassen und den überregionalen Einzelhandelsketten blieben viele Schüler hängen und informierten sich. Viele Betriebe wie beispielsweise die Firma Heidenhain oder Rosenberger stellten kleine Gewerke aus, mit denen sich die Interessierten ein Bild von den möglichen künftigen Tätigkeiten machen konnten. Film und Anschauungsmaterial ergänzten die persönlichen Gespräche wie beispielsweise beim Schreiner Schützinger aus Traunstein, bei dem sich viele Jugendliche informierten: »Mein Vater ist Glaser, da möchte ich mir Handwerksberufe anschauen«, sagte der junge Josef Siglreithmaier. Andere hatten noch keine klare Vorstellung von ihrem künftigen Traumberuf, zeigten sich aber über die Informationsveranstaltung angetan, die ihnen helfe, diesen zu finden.

Angebote von Polizei und Bundeswehr waren wie in den Vorjahren stark frequentiert. Die Bundeswehr »lockte« im erstmals mit einbezogenen Freigelände mit einem gepanzerten Geländefahrzeug und einem offenen Feuer. Anbieter aus dem Fahr- und Transportwesen standen hier ebenfalls für Gespräche zur Verfügung.

Die Anbieter und Firmenvertreter zeigten sich mit dem Veranstaltungsverlauf sehr zufrieden. Für die Schüler und ihre Eltern war auch nach der drei Stunden dauernden Veranstaltung nicht Schluss: Adressen wurden ausgetauscht, Informationsmaterial mitgenommen oder angefordert – und nun geht es darum, den richtigen Beruf zu finden. awi