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Großen Zusammenhalt und gutes Miteinander demonstriert

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Als Zeichen der Freundschaft befestigten die Patenbräute Annelies Parzinger von den Seeonern und Stefanie Ballauf von den Obingern Erinnerungsbänder an den Vereinsfahnen. (Foto: Auer)

Obing – Über 3000 Burschen und Dirndln feierten im Obinger Festzelt das 120-jährige Gründungsfest des Burschenvereins Obing und das 53. Burschengaufest im Chiemgau und Rupertiwinkel.


Der Meistpreis ging an den Burschenverein Pittenhart, den Weitpreis sicherten sich der »Madlverein Hoase Hosn« aus Aschheim.

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»Arbeit, Fleiß, Glauben, Heimat, Frohsinn und Geselligkeit« – das sind keine leeren Worthülsen, die sich die Obinger Burschen auf ihre Vereinsfahne geschrieben haben. Beim 53. Burschengaufest und den Feierlichkeiten zum 120-jährigen Vereinsjubiläum wurden die wohlklingenden Phrasen eindrucksvoll mit Leben gefüllt. Gemeinsam mit dem Musikverein stellten die Burschen unvergessliche Obinger Festwochen auf die Beine und demonstrierten damit großen Zusammenhalt und ein gutes Miteinander.

Wegen des Dauerregens wurde der Festgottesdienst am Festsonntag kurzerhand ins Festzelt verlegt. Pfarrer David Mehlich, der gemeinsam mit den Pfarrern Valentin Tremmel und Martin Klein sowie Diakon Wolfgang Mösmang den Gottesdienst zelebrierte, betonte, dass er den Burschenverein als Verein mit vielen Vorzügen kennengelernt habe. In seiner Festpredigt blickte Pfarrer Martin Klein, selbst Obinger Burschenvereinsmitglied, auf »Sternstunden seiner Obinger Zeit« zurück. Das Dorf dürfe sich glücklich schätzen, so einen Verein zu haben, sagte Klein. Die Burschen seien sozial engagiert, bei den kirchlichen Festen immer dabei und hätten beispielsweise bei Arbeiten im und am Kindergarten stets tatkräftig mit angepackt.

Die Gemeinschaft und die Geselligkeit seien nie zu kurz gekommen, betonte der Geistliche. Er sei 2002 als Pfarrer nach Obing gekommen und sofort von den Burschen aufgenommen worden. Dieses Zugehörigkeitsgefühl habe ihm gutgetan und sei vor allem auch für junge Menschen, wichtig, die ihren Platz im Leben und in der Gesellschaft noch suchen würden, fand Klein.

Großes Lob für den Burschenverein

Schirmherr Sepp Huber lobte den Burschenverein für sein gesellschaftliches und soziales Verantwortungsbewusstsein und den Gemeinschaftssinn. »Alle halten zusammen und es gibt Hunderte helfende Hände«. Gauvorstand Michael Reithmeier stellte fest: »Das waren grandiose Festwochen.« Das Zelt sei immer brechend voll gewesen und alle hätten gerackert. Das verdiene Respekt und Anerkennung.

120 Jahre Burschenverein sei ein guter Anlass zum Feiern, aber auch um zurückzuschauen und allen zu danken, die den Verein durch die Zeit getragen hätten. Zwei Dinge seien dabei wichtig: Dankbarkeit und Verantwortung. Vorangegangene Generationen hätten ein reiches Erbe bestellt. Aber man komme auch an den Opfern der Weltkriege nicht vorbei. Junge Burschen in vergleichbarem Alter hätten da auf dem Schlachtfeld ihr Leben gelassen. Das dürfe sich nicht wiederholen. Aufgabe der Burschenvereine sei es deshalb auch, Tradition und Heimat zu bewahren und Verantwortung für frühere und künftige Generationen zu übernehmen.

»Zusammenhalt ist in jeder Lage spürbar«

»Buam, ich bin stolz auf euch«, sagte der Vorsitzende der Obinger Burschen, Christoph Ober. »Was ihr auf die Beine gestellt habt, ist Spitzenklasse. Es ist mir eine Ehre, dass ich euer Vorsitzender sein darf und mit euch dieses Fest feiern kann.« Der Zusammenhalt sei in jeder Lage spürbar und auf jeden sei Verlass. Mit den Seeonern habe man dann auch noch den besten Patenverein erwischt, lobte Ober. Die könne er wärmstens weiterempfehlen.

Die Sympathie beruht wohl durchaus auf Gegenseitigkeit, wie Markus Parzinger deutlich machte. »Die Seeoner Burschen haben die Patenschaft gerne übernommen und sind in guten und schlechten Tagen an eurer Seite.« Um die Freundschaft zu besiegeln hefteten die beiden Patenbräute Stefanie Ballauf aus Obing und Annelies Parzinger aus Seeon Erinnerungsbänder an die beiden Vereinsfahnen. ca

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