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Großem Haus nach langer Debatte zugestimmt

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Einer ungewöhnlich großen Bebauung auf einem ungewöhnlich großen Grundstück im Ortsteil Loferau stimmte der Reit im Winkler Gemeinderat nach langer Debatte zu. (Foto: Ostermaier)

Reit im Winkl. Ein großes Wohnhaus soll im Ortsteil Loferau entstehen und genau das führte zu erheblichen Diskussionen im Gemeinderat, denn: Wie groß darf in dieser Siedlung ein Neubau eigentlich werden? Rund 330 Quadratmeter soll allein die überbaute Grundfläche betragen. Diese Summe setzt sich aus mehreren Teilbauten zusammen. Das Vorhaben sei grundsätzlich aber auf dem weitläufigen Bauplatz genehmigungsfähig, befürworteten nach längerer Aussprache 14 der 15 Räte.


Bereits vor fast sieben Jahren waren in dieser Baulücke entlang der Loferaustraße zwei Häuser samt Garagen genehmigt worden. Gebaut wurden sie allerdings nicht. Nun möchte ein Bauwerber, der offenbar beide Bauplätze gekauft hat, auf dem 1400 Quadratmeter großen Grundstück nur ein Wohnhaus bauen, in dem offenbar auch Büros untergebracht werden sollen.

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Geplant ist zudem, wie aus dem Antragsschreiben hervorging, dass ein 850 Quadratmeter großes Nachbargrundstück gekauft und mit dem Baugrundstück verschmolzen werden soll. Für einige Anfragen sorgte nun die Tatsache, dass der Gesamtkomplex relativ groß erscheint: So weist das Hauptgebäude eine Fläche von 13,30 mal 15 Meter auf, wobei zwei Erker hinzukommen und auch ein Querbau mit 3,8 mal 7,5 Meter. Schließlich ist ostseitig eine Garage mit Geräteraum und Durchgang zum Haupthaus geplant. In der Summe komme man auf über 330 Quadratmeter überbaute Grundfläche.

Wie sich nun ein Querbau mit der Ortsgestaltungssatzung vertrage, fragte Lorenz Höflinger (CSU), und wie sich die Gesamtgröße in die Umgebung einfüge, fragte Georg Speicher (Freie Wähler). Querbauten seien in dieser Satzung gar nicht erfasst, sagte Bürgermeister Josef Heigenhauser, die Gesamtgröße sei »gerade noch« vertretbar. Ausschlaggebend sei hierfür die Grundflächenzahl (GFZ), ein Messwert, der besagt, wie groß ein Gebäude im Verhältnis zum Grundstück werden darf. Diese sei im Vergleich zur umliegenden Bebauung in einem vergleichbaren Maß. Groß könne das Gebäude eben werden, weil auch das Grundstück mit 1400 Quadratmetern ungewöhnlich groß sei. Nach einigen Nachfragen votierten schließlich alle Räte für den Antrag, ein Mitglied des Gemeinderats stimmte dagegen. In die Beschlussvorlage aufgenommen wurde auch, dass der Antragsteller die Kosten für die Verlegung einer Entwässerungsleitung übernehmen muss. Diese Leitung war vom Vorbesitzer des Grundstücks, der Bayerischen Forstverwaltung, errichtet worden.

Zu einer Routine-Aufgabe gehört es für die Gemeinde Reit im Winkl, die steile und kurvige Bergstraße auf die Winklmoosalm zu erhalten. Die fünf Kilometer lange Strecke liegt auf Forstgrund, die Gemeinde ist für Unterhalt und Pflege verantwortlich. So ist in jedem Haushaltsjahr ein fester Betrag für diese Strecke, die erst seit 1969 durchgehend asphaltiert ist, vorgesehen. Heuer sollen rund 58 000 Euro für Ausbesserungsarbeiten ausgegeben werden, wie Bürgermeister Josef Heigenhauser in der jüngsten Gemeinderatssitzung bekannt gab. Man könne heuer etwas mehr Geld ausgeben, da die Gemeinde wegen des schneearmen Winters Schnee-Räumungskosten gespart habe.

Saniert werden soll heuer vor allem der letzte Abschnitt zwischen der »Hahn-Filzen« und der und dem Almgebiet auf rund 1100 Meter. Dort weise die Straße bis zu zehn Zentimeter tiefe Spurrillen auf. Die Arbeiten sollen nur wenige Tage dauern und Anfang Mai durchgeführt werden, wie Heigenhauser sagte. ost

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