weather-image
22°

Großeinsatz bei Sturm am Chiemsee

1.6
1.6

Alle Hände voll zu tun hatten die Rettungsorganisationen am Chiemsee am späten Sonntagnachmittag. Die aus Südwesten herannahende Sturmwalze brachte zahlreiche Wassersportler in Seenot. Obwohl nach Angaben der Wasserschutzpolizei in Prien keine Boote kenterten, mussten Helfer der Rettungsdienste 29 Personen von zehn Booten in Sicherheit bringen.


Bei den Geretteten handelte es sich überwiegend um Freizeitkapitäne, die mit Elektro- oder Ruderbooten auf dem Chiemsee unterwegs waren und die Sturmwarnung nicht beachteten. Zum Glück wurde niemand verletzt. Auch größerer Sachschaden entstand nicht.

Anzeige

Gegen 15 Uhr wurde vom Wetterdienst die Starkwindwarnung ausgelöst. Etwa eine halbe Stunde, bevor die ersten Sturmböen über den See peitschten, wurde die Warnung auf Sturmwarnung hochgestuft.

In breiter Linie zog die Schlechtwetterfront dann über den Chiemgau und Rupertiwinkel hinweg. Vereinzelt gab es zum Sturm heftigen Platzregen. Vielerorts blieb es aber auch gänzlich trocken. Dort, wo es regnete, kühlte es innerhalb weniger Minuten um zehn Grad und mehr ab. Die Abkühlung wurde allgemein als wohltuend empfunden, zeigten die Thermometer an diesem bisher heißesten Tag des Jahres bis dahin durchwegs 30 Grad und mehr an.

Eile war gegen 15.30 Uhr nicht nur für die Wassersportler geboten. Auch die vielen Besucher in den Schwimmbädern und an den Seeufern mussten rasch ihre Sachen zusammenpacken. Wer das nicht rechtzeitig schaffte, musst seine fortgewehten Habseligkeiten in der Umgebung suchen.

Vereinzelt wurden auch Bäume entwurzelt. Über größere Schäden ist aber nichts bekannt geworden. So schnell wie der Sturm kam, zog er auch wieder weiter. Nach einer halben Stunde war alles vorbei und als Fazit blieb nur die Feststellung: Glück gehabt.