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Große Nachfrage bei Ferienbetreuung in Traunreut

Großen Spaß hatten die Sommerkinder unter anderem beim Sackhüpfen, das auf der Wiese vor der Schule in St. Georgen veranstaltet wurde. (Foto: Mix)

Traunreut. Zwei Wochen lang wird die Schule in St.  Georgen von spielenden und lachenden Kindern belagert. Die 40 »Sommerkinder«, deren Eltern meist arbeiten müssen, werden hier den ganzen Tag von Mitarbeitern der Integrativen Sozialpädagogischen Gruppenarbeit (ISG) betreut. Die Nachfrage nach den Plätzen war heuer so groß, dass im Vorfeld auch einige Kinder abgewiesen werden mussten.


Die ISG bot schon im vergangenen Jahr eine Betreuung für Kinder in den Sommerferien im Jugendzentrum in Traunreut an. Heuer dürfen sie die Schule in St. Georgen nutzen, die für diese Zwecke geradezu ideal ist. Den rund 40 Kindern stehen hier im obersten Stockwerk zwei Zimmer und eine Küche zur Verfügung und sie nutzen gern und eifrig den großen Pausenhof mit zahlreichen Möglichkeiten zum Spielen und Toben. Auch der Hausmeister der Schule, Charlie Rudloff, unterstützte die Sommerkinder trotz seines Urlaubs tatkräftig.

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Das ISG-Team mit den beiden Betreuerinnen Alesia Grenz und Helene Tekeser sowie einer ganzen Schar junger Praktikanten lässt sich jeden Tag etwas Neues für die Kinder einfallen. Modenschau, Zirkusvorführung, Tänze, MTV-Show, Olympische Spiele oder einfach nur Basteln, Malen oder Fußballspielen, das Programm bietet für jeden Geschmack etwas. In der Schule nehmen die Sommerkinder auch ihre Mahlzeiten gemeinsam ein, dazu zählt auch das Frühstück. Denn die Kinder können bereits ab 7 Uhr morgens von den Eltern abgeliefert werden.

40 Buben und Mädchen im Schulalter bilden in diesen beiden Wochen die Traunreuter »Sommerkinder«. Einige, die zuerst nur für die erste Woche gebucht hatten, haben verlängert und sind auch in der zweiten Woche noch dabei. Die zehnjährige Sina ist so begeistert von der Ferienbetreuung, dass sie später selber mal als Praktikantin mitarbeiten und die kleineren Kinder betreuen möchte. »Wir sind hier total gut aufgehoben, alle sind sehr, sehr nett«, erklärt Sina, die später vielleicht mal Kindergärtnerin werden will. Für Felix ist es bei den Sommerkindern unter anderem deshalb so schön, weil er hier nach Herzenslust Fußball spielen kann und viele Freunde kennenlernt. Besonders gut gefiel ihm auch der Besuch eines Polizisten, der den Sommerkindern über seine Arbeit berichtete und seine Ausrüstung herzeigte.

Neben den Kindern haben auch die Praktikanten, selber meist noch Schüler, großen Spaß. Volker hat das letzte Jahr auf der Realschule vor sich und will später mal auf jeden Fall »irgendwas Soziales« machen. »Ich kann dabei viel lernen über den Umgang mit Kindern«, meint er über seine Zeit bei den Sommerkindern und betont: »Das ist wirklich eine tolle Zeit für die Kinder, hier würde ich selber als Kind auch meine Ferien verbringen wollen.«

Trotz der Elternbeteiligung und eines Zuschusses der Stadt bleibt die ISG heuer auf einem Defizit sitzen und hofft, dass die Einrichtung der Sommerkinder irgendwann von der Stadt voll übernommen wird. Denn der Bedarf sei aufgrund der Resonanz vorhanden. mix