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Großartiges Gemeinschaftswerk vollendet

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Vorstand Manfred Guggelberger vom Heimatverein Eisenärzt (von links) und Schwester Ute erhielten von Josef Hasselberger vor der neuen Kapelle symbolisch jeweils einen Schlüssel. (Foto: Krammer)

Siegsdorf. Als festlicher Abschluss eines großartigen Gemeinschaftswerkes feierte der Heimatverein Eisenärzt und mit ihm ganz Eisenärzt die Einweihung der neuen »Nothelfer-Kapelle«, die innerhalb eines knappen Jahres als großartiges Gemeinschaftswerk der Eisenärzter Dorfgemeinschaft entstanden ist.


Angeführt von der Musikkapelle Vogling-Siegsdorf bewegte sich ein langer Festzug mit knapp 300 Teilnehmern und vier Vereinsfahnen durch den verkehrsfreien Ortskern und über die Traunbrücke bis vor die neue Kapelle, wo bereits weitere Gäste und Besucher warteten.

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»Ein Ort der Stille und der Einkehr«

Die Eisenärzter Sänger und eine Bläsergruppe empfingen den Siegsdorfer Pfarrer Thomas von Rechberg, der mit Unterstützung seines evangelischen Kollegen Michael Krauss, Pfarrer Josef Hartl aus Pfraundorf, Bruder Christian und Bruder Franz aus Maria Eck sowie Diakon Horst Seipel die Einweihungsfeier gestaltete. »Glaube braucht konkrete Zeichen wie dieses neue Kirchlein«, betonte Rechberg. »Viele Tausend Menschen fahren täglich hier vorbei und werden an diesem sichtbaren Zeichen der Stille und des Gebetes erkennen, dass es immer noch Menschen gibt, die es ernst meinen mit dem Glauben«.

Einen »Hingucker« zur Erinnerung an die alltägliche Gegenwart Gottes nannte Bruder Franz aus Maria Eck die Nothelfer-Kapelle und erinnerte an die große Bedeutung der 14 Nothelfer im täglichen Leben gläubiger Christen. Als »14 verschiedene Gesichter des einen großen Gottes« bezeichnete der evangelische Pfarrer Michael Krauß die 14 Heiligen auf dem Altarbild und verdeutlichte in vier Beispielen die praktische Hilfe der Nothelfer, um auch in den Mitmenschen das Ebenbild Gottes zu entdecken.

Siegsdorfs Bürgermeister Thomas Kamm sprach allen Unterstützern, Spendern und Helfern den Dank der Gemeinde für ein »beispielloses Gemeinschaftswerk« aus und lobte besonders den Heimatverein für die stete Bereitschaft, die Geschichte des Ortes lebendig zu erhalten und ins Bewusstsein der Menschen zu rücken. »Die vielen Ehrengäste und die Teilnahme fast des ganzen Ortes unterstreichen die Wertschätzung dieses Bauwerkes und seines Werdeganges«, freute sich Kamm und wünschte den Eisenärztern, den Pilgern und Wanderern »einen Ort der Stille und der Einkehr«.

Zweiter Bürgermeister Manfred Guggelberger als Vorsitzender des Heimatvereins gab einen kurzen Einblick in die Entstehungsgeschichte des Bauwerks und belohnte den Planer, Bauleiter und »Antreiber« Josef Hasselberger mit einem Gemälde der neuen Kapelle. Hasselberger blieb es vorbehalten, symbolisch jeweils einen Schlüssel der Kapelle an den Vorsitzenden Guggelberger, sowie an Schwester Ute von den Mallersdorfer Schwestern zu überreichen. Die Ordensschwestern aus dem nahen Marienheim werden sich um den Schließdienst der neuen Nothelfer-Kapelle kümmern, die während des Tages geöffnet und für die Gläubigen zugänglich sein soll.

Auf Einladung des Heimatvereins feierten alle Gäste und Besucher gemeinsam im Feuerwehrhaus den Abschluss eines großartigen Gemeinschaftswerkes der Dorfgemeinschaft Eisenärzt und erfreuten sich an den Klängen der »Eisenärzter Tanzlmusi«, die fleißig zur Unterhaltung aufspielte. Eine große Bilderwand, zusammengestellt von Kirchenpfleger Erich Gimpl, gab Einblick in die umfangreichen Arbeiten, vom Fundament bis zum Glockenstuhl und der Innenausstattung des Bauwerkes und dokumentierte beeindruckend die Vielzahl der freiwilligen Helfer, die ebenso wie die Spender und viele Handwerksfirmen für »Gottes Lohn« gearbeitet hatten. FK