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Großartiges Benefizkonzert für kleinen Buben

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Grundschulchor und Kinderstreichorchester führten beim Benefizkonzert für Julius ihr Musiktheater »Frederick« auf. (Foto: T. Eder)

Grassau. Der Besucherandrang beim Benefizkonzert für den kleinen Julius übertraf alle Erwartungen: Der Heftersaal war voll besetzt. Geboten wurde den Gästen ein hochrangiges Konzert mit vielen Mitwirkenden. Als Sprecher führte Klaus Zeisberger durch das Programm.


Mit Tränen in den Augen bedankte sich die Mutter von Julius, Carolina Schmidl, für den überragenden Besuch, aber auch bei den vielen Mitwirkenden, die das Benefizkonzert erst möglich machten. Das Chiemsee Akkordeon Orchester unter der Leitung von Martin Schultheis eröffnete das Konzert. Äußerst melodisch und gefühlvoll spielten die Akkordeonisten und ernteten viel Applaus.

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Julius ist von der Musik begeistert

Das junge Publikum im Saal freute sich auf die kleine Maus »Frederick«. Der Grundschulchor, dirigiert von Sandra de Crescenzo, wie auch das Streichorchester und die Streicherklasse unter der Leitung von Sabine Weiskirchner erfreuten mit ihrem kleinen Musiktheater »Frederick«. Ihren ganz persönlichen großen Auftritt hatten auch die Kindergartenkinder und Freunde des sechsjährigen Julius, die auf der Bühne schüchtern, aber dennoch wunderbar ihre Lieder zum Besten gaben.

Ein weiterer Höhepunkt im Programm waren die Seeberg-Dirndln, Marlies und Verena Hell, Annegret und Kathrin Daxenberger, die eindrucksvoll und auch kraftvoll Eigenkompositionen wie bekannte Weisen spielten. Marlies Hell von den Seeberg-Dirndln ist Erzieherin im Kindergarten. Sie kenne den kleinen Julius seit drei Jahren. Schnell habe man bemerkt, dass Musik ihn begeistere. So wurde auch die Idee, ein Benefizkonzert zu organisieren, um eine Musiktherapie finanziell zu unterstützen, geboren. Seit Herbst erhält Julius bereits einmal wöchentlich die »Herzviola-Therapie« und die Fortschritte des Sechsjährigen seien groß, informierte die Kindergärtnerin. Julius nehme seine Umwelt viel bewusster wahr, sei aufmerksamer und wacher.

Auch Senioren- und Behindertenbeauftragter Rudi Klingler widmete sich Julius. Prognosen, welche kognitiven Fähigkeiten Julius entwickeln könne, gebe es nicht. Sicher sei, dass er Zeit seines Lebens auf die Fürsorge seiner Mitmenschen angewiesen sei. Liebe alleine reiche nicht, um seine Anlagen zu fördern. Sicher erhalte der Sechsjährige medizinisch nützliche Hilfsmittel. Was die Krankenkasse nicht übernehme, seien Heilmittel und hierzu gehöre neben der Reit- auch die Musiktherapie. Positiv wirke sich die »Herzviola-Therapie« bei Julius aus und könne emotionale Blockaden durchbrechen. »Jeder Fortschritt ist mehr Lebensqualität und ein kleines Stückchen Glück«, so Klingler.

Begeistert von der großen Solidarität und Anteilnahme zeigte sich Bürgermeister Rudi Jantke. »Was wir heute erleben, ist ein starker Ausdruck von Nächstenliebe und Gemeinschaftssinn«, betonte er. Erwachsene können hier viel lernen und alle können froh sein, dass es Julius gibt. Er wünschte, alle Kinder würden geliebt und so angenommen, wie sie sind.

Eine besondere Überraschung hatten zudem die Damen des Spielzeugmarktteams im Gepäck. Sie überreichten der Familie einen Scheck über 600 Euro. Den offiziellen Abschluss gestaltete Viktor Gruber am Klavier.

Schließlich meldete sich zum Schluss des Konzerts noch ein Überraschungsgast. »Keller Steff«, vielen als hervorragender Liedermacher und weit über die Chiemgauer Grenzen bekannt, begeisterte mit seinen Liedern.

Wer den kleinen Julius weiterhin unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende tun: Raiffeisenbank Volksbank Rosenheim Chiemsee, Verwendungszweck »Julius Schmidl«, BLZ 71160161, Kontonummer 6506100. tb

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