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Größte Investition war die Photovoltaik-Anlage

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Grassau. Von einer positiven Bilanz sprach Verbandsvorsitzender Hans Haslreiter in   der Verbandsversammlung des Abwasserzweckverbands (AZV) Achental in Grassau. Die erste Sitzung des Jahres nutzte er für einen kurzen Rückblick. Einhellig beschieden wurde der Haushaltsplan.


Wie Haslreiter betonte, wurde der Haushaltsplan 2012 eingehalten. Die festgelegten Verbandsumlagen der Mitgliedsgemeinden und die eigenen Einnahmen des AZV reichten, um den laufenden Betrieb ordnungsgemäß zu bewältigen. Investitionen in Höhe von 187 000 Euro wurden für die neue PV-Anlage auf den Dächern der AZV-Anlage ausgegeben und auch die Kläranlagensteuerung wurde für rund 100 000 Euro modernisiert. Für die PV-Anlage wurde ein Kredit in Höhe von 125 000 Euro aufgenommen und der Rest aus den Rücklagen entnommen. Die Erneuerung der Kläranlagensteuerung trage zur Optimierung des Stromverbrauchs sowie zur Optimierung des Eigenstromverbrauchs bei, erklärte Haslreiter.

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Man könne von einer positiven Bilanz sprechen, meinte Haslreiter und sah für die Zukunft die Weichen richtig gestellt. Der Betriebsablauf in der Kläranlage sei auf dem neuesten Stand der Technik und funktioniere optimal. »Wir alle waren bestrebt, die Kläranlage zukunftsorientiert auszustatten, um optimale Betriebsabläufe zu gewährleisten. Das Ergebnis ist ein wertvoller Beitrag für unsere Umwelt, vor allem für den Chiemsee«, so Haslreiter. Er lobte die Angestellten für ihr großes Betriebsinteresse und das Betriebsklima und Geschäftsführer Hias Bauhofer für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit.

Weitere Investitionen stehen heuer an

Auch in diesem Jahr gelte es weiter zu investieren, um die Anlage auf den neuesten Stand zu halten. So sei das Blockheizkraftwerk (BHKW) mittlerweile 18 Jahre alt und reparaturbedürftig. Allerdings sei eine Reparatur nicht mehr rentabel. Ein neues BHKW koste etwa 130 000 Euro. Wie Grassaus Bürgermeister Rudi Jantke meinte, werde sich dieses neue BHKW relativ schnell amortisieren. Geschäftsleiter Matthias Bauhofer informierte, dass das neue BHKW effektiver arbeiten könne und weniger Gas benötige. Ohne die Ersparnis durch den selbst produzierten und auf der Anlage genutzten Strom zu rechnen, zahle sich das neue BHKW binnen zehn Jahren ab. Der Strom werde für die Heizung des Betriebsgebäudes und des Faulturms eingesetzt. Das neue BHKW werde die gleiche Leistung wie das bisherige haben, allerdings einen wesentlich höheren Wirkungsgrad.

Informiert wurde zudem über den Abwasseranfall in den Mitgliedsgemeinden. Es zeigte sich, dass dieser in den Gemeinden Marquartstein, Unterwössen, Schleching und Staudach-Egerndach in den vergangenen zehn Jahren in etwa gleich geblieben sei. In Grassau sei er vor drei Jahren, nach der Stilllegung der Firma Ruwell, Lamitec geringer geworden und seither stabil.

Außer dem neuen BHKW sind im Haushaltsplan keine größeren Investitionen vorgesehen. An den bislang veranschlagten Umlagewerten kann festgehalten werden. Der Verwaltungshaushalt schließt mit rund 756 000 Euro und der Vermögenshalt umfasst Einnahmen wie Ausgaben in Höhe von 149 000 Euro.

Zugestimmt wurde auch der Bündelausschreibung für die Strombeschaffung ab 2014. Laut Haslreiter endet der Stromliefervertrag mit E.ON zum Ende des Jahres. Der Bayrische Gemeindetag biete nun allen Kommunen an, die Strombeschaffung für deren Liegenschaften für die Zeit ab 2014 zu organisieren. In Kooperation mit der KUBUS GmbH werde die Bündelausschreibung für einen Zeitraum von drei Jahren erfolgen.

Günstigere Preise durch mehr Wettbewerb?

Wie Haslreiter betonte, erhoffe man sich günstigere Preise durch mehr Wettbewerb. Zudem werden durch diese elektronische Ausschreibung die landes-, bundes- und europarechtlichen Wettbewerbs- und Vorgabevorschriften beachtet. Wichtig sei, so Haslreiter, dass auch weiterhin auf 100 Prozent Ökostrom bestanden werde. Diese Dienstleistung der KUBUS GmbH koste dem Verband 1071 Euro. Laut Bauhofer werden rund 500 000 KW/h jährlich benötigt. Rund 150 000 KW/h können auf der Kläranlage durch die PV-Anlagen und das BHKW selbst produziert und auf der Anlage eingespeist werden. tb